Musik zwischen Bomben und Ruinen

Shownotes

In dieser Folge spreche ich mit der Flötistin Tamara Roy über das außergewöhnliche Konzert ihres Ensembles aus Kiew und die Rolle von Kultur in einer Stadt, die täglich unter Beschuss steht. Wir tauchen ein in persönliche Geschichten, Ängste und Momente, in denen Musik zur Zuflucht wird – für Künstler wie für das Publikum. Tamara schildert berührend, wie klassische Musik und Theater in Kiew neue Bedeutung bekommen haben und warum Konzerte für viele Menschen zum Symbol von Hoffnung und Zusammenhalt geworden sind. Wir sprechen offen über Heimweh, Angst um die Familie und die Kraft, die Musik in schweren Zeiten verleiht. Diese Episode öffnet ein Fenster zu einer Welt, die viele nur aus den Nachrichten kennen – und macht spürbar, wie essenziell Kultur für das Überleben der Seele ist. Aufgenommen wurde die Folge des Podcast Glaubensfrage in der St. Jürgen Kirche der Ev.-Luth. Kirche Elbmarschen Süd in Holstein

Kiew

https://de.wikipedia.org/wiki/Kyjiw

St. Jürgenkirche Horst

https://www.kirche-horst.de/

Hans-Udo Heinzmann

https://www.hfmt-hamburg.de/hochschule/personen/prof-dr-hans-udo-heinzmann/

Irmela Boßler

https://www.hmt-leipzig.de/home/personen/irmela-bossler

Berliner Luft (Lied)

https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Luft_(Lied)

Klassische Musik in der Ukraine

https://ukraineverstehen.de/kultur/klassische-musik-ukraine/

Luftalarm in der Ukraine

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-luftalarm-101.html

Russischer Überfall auf die Ukraine 2022

https://de.wikipedia.org/wiki/Russischer_%C3%9Cberfall_auf_die_Ukraine_2022

Bad Bramstedt

https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Bramstedt

Kiel

https://de.wikipedia.org/wiki/Kiel

Transkript anzeigen

00:00:00: Ja, herzlich willkommen zu einer weiteren Folge des Podcasts Glaubensfrage hier aus der St.

00:00:07: Jürgenkirche in Horst!

00:00:08: Mein Name ist Chris Merkel und ich bin verantwortlich für den Inhalt des Podcastes und heute haben wir etwas ganz Besonderes vor und der Grund ist... Wir hatten am Sonntag also jetzt am vergangenen Sonntags das war der sechste neunte ein Konzert Mit vier Musikerinnen aus Kiew und ich freue mich wahnsinnig, dass wir heute dazu ins Gespräch kommen.

00:00:35: Denn Kultur in Kiew ist momentan aufgrund der Situation nicht ganz einfach!

00:00:43: Und da haben wir ein Thema – darüber werden wir sprechen.

00:00:47: Ich freue mich drauf und sage herzlich willkommen!

00:01:00: Hallo!

00:01:01: Ich möchte alle unsere Zuchhörer sehr herzlich begrüßen.

00:01:07: Natürlich sage ich erste Sache, tut mir leid mein Deutsch ist nicht perfekt aber ich versuche meinen Bestes und ich werde sehr gern erzählen über unser Alltagsleben Kulturlebenden Kiv in Ukraine weil viele Menschen haben mich gefragt ob irgendwas noch kulturelles in Ukraine gibt, existiert.

00:01:32: Und Menschen wundern sich wenn ich sage ja Konzerte spielen wir Veranstaltungen sind Ja also viel haben wir Theater ist auch aktiv und menschen was Ich sehr Nicht komisch sondern wurde ich sagen Motivierend finde dass Menschen, Publikum wirklich brauchen diese kulturelle Veranstaltungen.

00:02:07: Theater sind voll!

00:02:11: Und Menschen besuchen Konzerten sehr aktiv und das was mich wundert in sehr positive Sinn als Musikerin kann ich sagen im Vergangenheit vor dem Krieg Publikum zum Konzert

00:02:29: kommt,

00:02:30: Publikums vielleicht erwartet.

00:02:32: Also wir hatten das Gefühl, haben das mit meinen Kollegen vielmal besprochen.

00:02:38: Wir hatten das Gefühle, dass Publikuum erwartet von Künstlern Das wir werden das Publikium amüsieren Ja?

00:02:48: Dass wir werden die PublikUM etwas Besonderes zeigen Etwas machen Und nur am Ende des Konzerts nach eineinhalb Stunden kommt diese wirklich, wirklich tiefe Kontakt.

00:03:05: Da wo man einander wirklich Seele zu Seele... Auch ukrainisch man sagt so.

00:03:10: Ich kann nur direkt übersetzen, ich weiß nicht wie das auf Deutsch richtig klingt.

00:03:15: Glaube

00:03:17: das ist schon ziemlich ... Ich weiß genau welchen Moment sie meinten wenn das Publikum bei einem ist Wenn man eine Verbindung hat und es connectet.

00:03:27: Wir sind schon mitten im Thema Aber ich würde gerne einen Schritt zurückgehen.

00:03:34: Wir sind im Auto gerade eben gefahren Und Sie haben gesagt in der Ukraine.

00:03:40: Wir siezen uns, weil es ein Form des Respekts ist und da habe ich schon was gelernt.

00:03:45: Schön das möchte ich an dieser Stelle sagen.

00:03:48: Sonst tut sich meine Gäste immer aber heute sieht sich sie und das ist der Hintergrund, weil ich einfach Respekt habe und das auch zum Ausdruck bringen möchte.

00:03:58: und vielleicht wollen Sie sich dann einmal ganz kurz vorstellen

00:04:02: wie wir sind

00:04:04: oder

00:04:05: so?

00:04:07: Wir sitzen, wenn wir sprechen mit einer der Indokrainer nicht als Zeichen der Distanz sondern als Zeichnen von Besonderfreundlichkeit und Respekt.

00:04:21: Also das ist irgendwelche Art zu zeigen wie gut meine... Sorry?

00:04:30: Habt ihr das Wort vergessen?

00:04:31: Ja, nein, nicht excuse.

00:04:34: Meine Gefühle, mein Respekt zu dieser Person.

00:04:39: Ja, also ich bin Tamara Roy und ich bin Flutistin.

00:04:46: Naja, ich stamm aus Kiew, Ukraine.

00:04:50: Nun habe ich ja in Kiew studiert, Querflöte, Klavier.

00:04:55: dann habe ich mein Studium in Deutschland weitergemacht, in Hamburg bei Herrn Prof.

00:05:03: Hans-Undoch Heinzmann ein bisschen sehr kurz und dann habe ich bei Frau Professorin Irmela Bosler in Leipzig studiert.

00:05:13: Ja natürlich habe ich auch verschiedene Meisterklasse, Meisterkurse bei anderen sehr gute Professoren gehabt.

00:05:22: aber die beide finde ich also für mich sind Zwei Wichtigste, die haben mir sehr gut geholfen meinen ganzen flötistischen Leben irgendwie so aufzubauen.

00:05:38: Und das ist nicht einfach.

00:05:40: also Querflöte zu spielen?

00:05:41: Ich habe es versucht!

00:05:44: Ich hab keinen Ton rausbekommen.

00:05:46: ich bleibe lieber beim Klavier und den anderen Instrumenten.

00:05:50: Pro Saune kriege ich noch eine Querflüte.

00:05:53: Es ist so schwer, weil wenn der Ansatz nicht stimmt dann stimmt der Ton nicht.

00:05:58: Und es sind ganz kleine Millimeter die das ausmachen und ganz viel Haltung.

00:06:04: Ich habe es am Sonntag bewundert.

00:06:05: ich saß ja mit auf der Empor und hab zugeguckt beim Spielen und habe das sehr bewundert.

00:06:11: Das war wirklich traumhaft schön.

00:06:12: Vielen

00:06:13: vielen Dank!

00:06:13: Danke

00:06:14: für ein sensationelles Konzert Und sie sind ja jetzt am Sonntag auch noch in Bad Bramstedt und noch ein paar Städte dazwischen, glaube ich.

00:06:25: Ja, wir haben dann einen Konzert in Kiel aber momentan kann ich nicht bestimmter Datum sagen weil ... Ich weiß nicht.

00:06:33: also wissen Sie wenn man einfach so gesagt übt?

00:06:42: Also wieder vielleicht heute werden sie lieber zuhörer sehr viele direkt übersetzungen von ukrainischer Sprache nach deutscher Sprache führen.

00:06:55: Aber tut mir leid, wissen Sie es ist so in meinen Kopf und es dauert vielleicht länger für mich zu finden oder eine richtige Variante auf Deutsch zu hören.

00:07:04: also einfach man zählt die Tage nicht wenn man viele Konzerte hat.

00:07:10: ja und dann nur Wenn ich schon im Auto bin, sagt mir Kollegen.

00:07:15: Heute haben wir ein Konzert in Kiel.

00:07:17: Okay ... Kiel heißt Kiel?

00:07:20: Oder zum Beispiel Bad Bramstedt.

00:07:23: Also für mich alle Konzerte sind gleich wichtig!

00:07:28: Deswegen ist es egal wo.

00:07:30: Egal nicht als egal.

00:07:35: Alle sind sehr wertvoll und dann spielt keine Rolle.

00:07:40: Wo?

00:07:40: Das ist total schön.

00:07:43: Ein sehr schönes Bild.

00:07:44: und übrigens ich finde, dass sie sehr gut Deutsch sprechen.

00:07:47: Vielen Dank!

00:07:47: Also

00:07:49: so gut würde ich gerne unkranisch sprechen... Aber also das einzige was ich kenne ist der Bridgen.

00:07:57: Und

00:07:58: ja

00:07:58: aber und was ich noch kann is mit Yasavut Gris.

00:08:02: Ja, ja, ja.

00:08:04: Aber ich

00:08:05: weiß nicht mal

00:08:06: ob es richtig ist.

00:08:07: Sehr

00:08:08: schön.

00:08:08: Genau Ich war sehr beeindruckt und wir hatten auch gerade eben schon mal kurz gesprochen.

00:08:14: Und Sie haben erzählt, es gab ja ein besonderes Lied im Programm das von Kiew handelt.

00:08:22: Es wurde auch im Konzert erklärt.

00:08:24: aber

00:08:26: ich

00:08:26: wollen sie einmal zu dem Lied noch etwas sagen von was es handelt wie sich das dann entwickelt hat.

00:08:34: Weil ich habe das auch bei uns gesehen, wir hatten ja auch ukrainische Zuhörerinnen und die Tränen flossen dann.

00:08:43: und vielleicht wollen sie einmal nur beschreiben, wie ist es so?

00:08:49: Also ich weiß nicht... Ich weiß, ich kenne über Berlin das.

00:08:55: es gibt ein bestimmtes Lied Berliner Luft und alle Berliner immer mit singen.

00:09:01: Und dann auch diese auf Englisch whistle.

00:09:03: also ich weiß nicht ob auf Deutsch pfeifen ja über andere Städte in Deutschland kenne ich nicht aber weil weiß ich nicht.

00:09:14: Aber ich bin sicher vielleicht Es gibt irgendwelche Lieder die besonders besonders wie Lieblingslied über diesen Staat.

00:09:26: Wir haben solches Lied über Kiew und das ist ein sehr schönes, sehr lyrisches, sehr romantisches Lied, eine sehr schöne Melodie und weil... Das ist eine sehr besondere Art der gute Kombination von Musik- und Wörter Passiert mal so, ja.

00:09:53: Manchmal Musik ist sehr schön, Lieder ein bisschen gehen hinter oder umgekehrt und hier das es so gut zusammen gepasst hat dass dieses Lied ... sorry ich brauche jetzt einen Augenblick beschreibt wie schön isst Kiew.

00:10:17: Nicht nur weil ich in Kiew geboren bin und aus Kiew stahme, viele Menschen die nach Kiew kommen merken das irgendwelche Atmosphäre sehr besonders ist.

00:10:30: Dass Menschen wirklich freundlich sind, dass Menschen wirklich lächeln ineinander.

00:10:39: Ich kenne Menschen, die erstes Mal nach Kiel gekommen sind und sagen Hier würde ich sehr gern weiter wohnen.

00:10:46: Und es gibt viele Geschichten, wenn Menschen einfach Kontakt hatten für ein paar Jahre, dann noch ein bisschen weitergemacht und dann bleiben sie auch heute weiter in Kyiv leben, obwohl die Möglichkeit haben weg von Ukraine.

00:11:03: Sie müssen nicht in Ukraine bleiben aber sie bleiben weil sie irgendwie sind so mit diesem Stadt Sie fühlen sich verbunden.

00:11:11: Sie fühlern sich mit diesem Land irgendwie sehr nahe.

00:11:15: und deswegen Menschen, die nach Kiew kommen, die fühlen diese Atmosphäre das ... Die Menschen, denen in den Kirchen geboren sind und wohnen, sind verliebt in diesem Stadt, mit diesem Staat ja?

00:11:27: Und dieses Lied beschreibt wie schön, wie grün es dieser Kiew ist, wie warm unfreundlich diese Atmosphäre.

00:11:36: Und dann diese letzten Wörter in diesem Lied sind und nach dieses schöne, wunderschöne warme Tag geht dieser Stadt zum Schlafen.

00:11:53: Ja?

00:11:54: Und für uns ist es nicht nur sehr ... Und für Menschen aus Ukraine stammen die natürlich Heimweh haben.

00:12:06: Wenn man hört dieses Lied, ist es besonders berühmt.

00:12:13: Und wir hatten Konzent in Berlin und da saßen im Publikum Menschen aus Kiew.

00:12:21: Als wir dieses Lid spielen angefangen haben ... Die haben so stark geweint, dass auch unser Sängerin Ivana anfing zu weinen.

00:12:33: Ich stehe hinter unserer Penistin Und ich höre, dass sie spielt.

00:12:38: Ich steh neben.

00:12:39: Sie spielt und singt mit ... Ich höre das sie trennt!

00:12:42: Das sie weint.

00:12:44: In diesem Moment konnte ich auch nicht weiter mich ... nicht zurückhalten.

00:12:50: Aber irgendwie konnte ich mich nicht weit kontrollieren.

00:12:52: Ich hab ja weitergespielt aber meine Augen waren voll mit Tränen.

00:12:57: Ich habe gespielt und alle meine Wangen war mit Trännen.

00:13:04: Und Endung dieses Liedes ist sehr für uns traurig, weil wir in Kiew jetzt leider können nicht normal schlafen.

00:13:14: Es geht nicht um einfach normal zu schlaffen!

00:13:17: Es geht um.

00:13:18: es ist schwer weiterzuleben wenn du weißt dass es gibt Menschen die ständig dich umbringen wollen.

00:13:31: Niemand denke ich kann sich in Sicherheit fühlen.

00:13:40: Das ist schwer, das macht sehr große Einfluss auf unser Leben.

00:13:44: zum Beispiel wir sind im vergangenen Jahre als Quartett nach Deutschland gekommen und dieses Jahr wir sind Quintet weil unsere Sängerin hat kleine Tochter.

00:13:58: diese Tochter ist sechs Jahre alt Und nach der sehr starken Beschuss in Kiew, die Gebäude, die ist neben Kindergarten von dieses Kind, ist zerstört.

00:14:12: Unsere Sängerin bat unsere Organisatorin und hat gesagt bitte kann ich mein Kind mit nach Deutschland bringen?

00:14:19: Weil sonst werde ich mich nie ruhig fühlen wenn ich hier bin und mein Kind dort, sechsjähriges Kind dort ist unter ständige Beschuße.

00:14:30: Und jetzt wir sind Quintet, weil dieses Mädchen mit uns ist.

00:14:39: Einer hat das sehr niedlich.

00:14:43: Wir sind unglaublich dankbar zu unserer Organisatorin, die uns hilft.

00:14:49: Die das erlaubt hat und dass alle Menschen, die wir hier unterschließen, verstehen diese Situation und helfen uns.

00:14:56: unglaublich und unendlich dankbares sind wir ernst.

00:15:01: Andererseits ist es nicht normal, dass sie zum Beispiel nicht normal arbeiten können weil sie ständige Stress und Angst über ihre Kinder haben.

00:15:10: Und so wohnen alle Eltern, die jetzt in Ukraine Kinder haben.

00:15:15: Alle!

00:15:17: Wir jetzt sprechen hier

00:15:20: und ... Ja also wie wir oder ich viel mehr, ich kann ja nur für mich sprechen.

00:15:25: Ich schlag die Zeitung auf und natürlich sehe ich immer den News-Ticker und auch Nachrichten aus Kyiv und dem Beschuss der Raketen und auch die Opfer, die dadurch entstehen Und so sehr man das auch versucht nachzuvollziehen.

00:15:49: So unvorstellbar ist es und deshalb war's mir so wichtig, dass wir heute diesen Podcast aufnehmen denn mich hat das bei dem Konzert schon sehr berührt und es tut es jetzt.

00:16:04: Es ist etwas ganz anderes wenn man das einmal wahrnimmt im Gespräch und die Chance und Möglichkeit hat sich darüber zu unterhalten, was das alles mit den Menschen macht.

00:16:19: Die dort leben, was für unvorstellbare Geschichten, Momente und auch Tragödeln es ist.

00:16:25: Und ich weiß nicht ob ihr das da draußen hört aber wir sitzen hier am ersten Stock des Gemeinderhauses und man hört im Hintergrund die Kinder, Kita lachen und schreien.

00:16:38: Und als sie das erzählt hatten wurde mir das Herz schwer weil ich gedacht habe wie unvorstellbar muss es sein wenn man jetzt hier sitzt ja und nebenan unmittelbar ein Gebäude zerbombelt oder zu erschossen wird.

00:16:52: natürlich ist ganz klar dass man Angst um seine Familie hat aber auch um sich selbst.

00:16:58: Ich mag mir das gar nicht vorstellen.

00:17:00: Wir hatten vorhin einmal kurz gesprochen mit dem Schlaf.

00:17:06: Ja!

00:17:06: Und sie hatten gesagt, korrigieren Sie mich wenn das falsch ist?

00:17:10: Sie hatten gesagt wir versuchen früh einzuschlafen weil vielleicht... Wenn die Einschläge und die Detonationen weiter weg sind merken wir es nicht und können einfach mal durchschlafen.

00:17:23: aber man muss sich mal die Gefahr, die Belastung, die Ängste vorstellen.

00:17:30: Und ich kenne das ja selber, hier gibt es auch ganz viele Leute die haben schon von einem normalen Gewitter Angst.

00:17:36: was sind das für unvorstellbare Ängste in so einer Stadt zu leben, die derart terrorisiert wird?

00:17:44: Ich kann mir das gar nicht vorstellen!

00:17:46: Das ist sehr schön dass Sie das nicht vorstellen könnten können und ich wirklich sehr herzlich wünsche allen unseren Zuchörer und mir auch, Endet und dass wir werden weiter normales Leben leben können.

00:18:05: Wissen Sie, es ist sehr schwer zu sagen aber komischerweise, sie... Wir gewöhnen uns zu dieser Situation nicht in der Sinn das ist egal uns!

00:18:19: Dass wir sowieso ja irgendwie weiter...

00:18:23: Wie könnte

00:18:24: das auch?

00:18:25: Das ist unmöglich weil ich kann ihn sagen, unser Alltagsleben ist wie ein Leben von normalen Menschen.

00:18:35: Also nur wir müssen fast jeden Tag Angst überschritten weil zum Beispiel wenn Explosion nicht weit von uns und man hört das sehr gut Das geht nicht um irgendwas was wir kognitiv irgendwie akzeptieren können.

00:18:56: Ich kann mir nicht sagen, naja tamar du verstehst das ist nicht nah das ist weit.

00:19:02: jetzt einfach mach einen schritt nach draußen und geh zur arbeit.

00:19:09: nein weil wenn etwas explodiert und dann beschießt ein etwas brennt man fühlt angst und diese angst liegt nicht in kopf es liegt schon im körper dass Das ist schon wie tierisch.

00:19:23: Man hat diese tierische Angst, weil das nicht normal

00:19:26: ist.

00:19:27: Und jetzt in Ukraine arbeiten sehr viele ukrainische und von anderen Ländern Psychologen die helfen Menschen irgendwie diese normale Reaktionen körperliche psychische Reaktion auf total unnormale Situationen irgendwie aufzulösen oder mit dieser Situation umgehen weiter.

00:19:56: Aber das ist ja erstreckend und wir scherzen, wir machen viel Schwarze Humor darüber, dass es auch ein Arzt sehr ... wie man mit diesen bei solchen Umständen weiterleben kann.

00:20:16: Ja?

00:20:17: Eine Art der Bewältigung?

00:20:18: Ja, ja.

00:20:20: Danke, das stimmt.

00:20:21: Und ... Ein von Witzel, wir sagen am Abend okay jetzt ist vorbei.

00:20:28: Lass uns so schnell, wenn wir nach Hause gehen und schlafen!

00:20:31: Weil wenn wir früh einschlafen vielleicht dann können wir in der Nacht Wenn wir sehr müde sind Dann können wir alles was passiert irgendwie verschlafen.

00:20:41: aber das auch sehr gefährlich weil man viele Menschen die Opfer von dieser schrecklichen Beschusser sind diesen Menschen, die einfach haben sehr friedlich in ihre Bett geschlafen.

00:20:58: Und dann kommt irgendwelche Rakete oder Bonbonmesschen und Menschen dann sind nie wieder wach.

00:21:04: Es ist völlig verrückt... Also ich habe Gänsehaut bis unter die Haarspitzen wenn ich das höre.

00:21:15: Wie gesagt, es ist schwer vorstellbar wie das Leben...

00:21:20: Aber für uns jetzt ist es...

00:21:21: ...wie sich auch so eine Stadt verändert.

00:21:23: Also wenn man das gehört hat von dem Lied wie grün, wie lieblich und schön kürf war Und jetzt die Beschreibung hört, wie die Nächte dort sind Das ist echt heftig!

00:21:35: Übrigens ich möchte eine kleine Geschichte erzählen über Es tut mir Leid Ich kann momentan mich nicht diname diese Frau erinnern, es ist sehr peinlich.

00:21:47: Sorry!

00:21:47: Aber vielleicht kann man in Internet schauen... Diese Frau war damals an Jahr zwei tausendundzwanzig die Deutsch-Botschafterin in Kiew.

00:22:01: und als alle Botschafter alle haben Informationen bekommen das ja dieser Angriff wird stattfinden lieber weg Aus der Ukraine.

00:22:14: Die war einzige, die ist in Kiew geblieben.

00:22:20: Und am Abend, am XXIII.

00:22:24: Februar, die Mitarbeiterin hat ihr gesagt, fahren sie vielleicht nach Lviv, nach Westen?

00:22:33: Sie wollen in Ukraine bleiben!

00:22:35: Aber okay nicht in Kiev.

00:22:37: und diese mutige Frau Diese damalige deutsche Botschafterin.

00:22:42: Sie ist nicht nach Lviv gefahren, das ist Lemberg-Lviv, sondern nach Zhitomir.

00:22:47: Das ist in der Mitte zwischen Kiew und Wiv.

00:22:51: Sie hat dann früher später gesagt ich wollte nicht zu weit sein falls alles wird irgendwie sich friedlich ändern.

00:23:00: Ich möchte morgen früh nach Arbeit Und ich möchte nicht weit von Kiew sein.

00:23:07: Diese mutige Frau hat auch sehr, sehr viel für Ukraine gemacht.

00:23:13: Und diese... Ich denke sie ist eine Heldin ja?

00:23:18: Also so brav und Mut sein wenn solche Situation passiert und du weißt dass das ja passieren wird.

00:23:27: trotzdem mit Menschen bleiben und nicht wegfahren.

00:23:34: Ich glaube, es gibt ganz viele Helden in der Zeit.

00:23:37: In dieser Region.

00:23:39: Denn

00:23:41: auch

00:23:43: zu sagen ich halte das aus und gehe meine Arbeit nach.

00:23:46: Ich mache trotzdem, erfreue mich Menschen mit meiner Musik und fahre dann als musikalische Botschafter.

00:23:54: Das sind sie ja in dem Fall.

00:23:57: Nach Deutschland um dort Konzerte zu geben.

00:24:00: Da gehört auch sehr viel Mut dazu Und ich finde das sehr beeindruckend.

00:24:06: Darf ich Sie fragen, wann haben sie denn den Tag im Februar der Dreiundzwanzigste?

00:24:12: Wie haben Sie das wahrgenommen und wie war das?

00:24:15: Ich weiß nicht... Ich habe ja hier auch meine Musik, ich hab meine Arbeit, ich spiele die Gottesdienste oder die Hochzeiten Trauerfeiern und mach mit den Kindern Musik!

00:24:31: Jetzt denke ich mir Da ist so ein ganz normaler Tag eigentlich, und auf einmal ... Ist das wie abgeschnitten?

00:24:39: Und alles ändert sich.

00:24:42: Wie

00:24:44: haben Sie das erlebt?

00:24:45: Darf ich das fragen?

00:24:46: Wenn ich eine Frage stelle, die zu persönlich oder zu nah dran ist, dann bitte

00:24:51: sagen Sie es nicht.

00:24:51: Also für mich ist das eine normale Frage.

00:24:56: Es scheint mir, dass viele Menschen alle ... Ich kann jetzt sicher sagen, alle!

00:25:02: die in Ukraine wohnen, alle, die mit Ukrainer Verbindung haben erinnern an diesen Tag sich sehr gut.

00:25:15: Ein Wort über etwas anderes.

00:25:18: jetzt merken Menschen das viele spätere Tage nach dieser Anfang des Krieges erinnert man sich sehr dunkel daran weil Stressniveau war so hoch, dass einzige Sachen sind quasi wie in Dunkel.

00:25:35: Aber naja bei mir war das ein bisschen... ich möchte sagen nicht schwerer aber das war extra-extra besonders tagweil.

00:25:46: Ich habe über dieses Krieg Informationen bekommen von die Frau, die mit meiner Mutter zusammengearbeitet hat.

00:25:53: Die hat meine Mutter geholfen und unsicherheit gesagt.

00:25:56: Sie hat mit mir telefoniert vier Uhr morgens, sie hat mir gesagt, Tamara deine Mutter geht dir sehr schlecht Und meine Mutter war damals sehr alt und das hat Bedeutung dass ich muss dringend nach Hause.

00:26:09: Ja

00:26:09: weil das ist schon letzte tage von neben meinen meins mutas und Ich wurde sowieso nach Kier fahren.

00:26:18: Ich war da im Moment nicht in Kier.

00:26:21: Aber das war sehr schwer, nach Kief zu fahren, weil alle in diesem Moment wollten aus Kier fangen.

00:26:29: Alle Autobahne, alle Straßen waren voll mit Autos, mit Frauen und Kindern

00:26:38: und

00:26:41: Kleidetiere.

00:26:42: Und so ... Hunde, Katze ... Meerschweinchen.

00:26:46: Alles was man schätzt.

00:26:48: und viele Männer sind in den Kiew geblieben weil fast alle Bekannte von mir, fast alle haben seit erster Tag das ist nicht Armee Das war damals diese Miliz Ich würde sagen, auf Englisch Resiliensteam.

00:27:15: Also sie haben sich organisiert damit die unser Stadt verteidigen können.

00:27:21: Ich habe die Bilder gesehen

00:27:22: und unsere Sänger-Serie war auch Teil genommen.

00:27:28: Und man von unserer Sängerin auch obwohl er wunderschöne Dirigent ist viele Künstler für Schauspieler, Tänzer.

00:27:42: Alle Männer haben teilgenommen.

00:27:46: Gott sei Dank erfolgreich!

00:27:48: Ja aber leider müssen wir weiter kämpfen.

00:27:51: es ist nicht zu Ende noch nicht und ich sollte dringend nach Hause nach Kiew fahren.

00:28:05: das Gefühl war dass Luft sehr dicht von dieser Stress- und Erwartungen.

00:28:22: Das auf Englisch ist ein High Voltage, also dass man war so in Stress und so viel Angst war.

00:28:36: das ganze Atmosphäre in Stadt war es schwer zu beschreiben für mich jetzt auch durch Total leere Straße.

00:28:51: Und sehr, sehr leise.

00:28:54: Und jede Geräusche war wie etwas sehr gefährliches.

00:29:03: Jetzt schon heutzutage ... Wir scherzen, wenn sehr starke Beschuse sind in Käfte und dann plötzlich ist es leiser!

00:29:13: Es scheint uns mir Ich kann jetzt einatmen, so ein bisschen tiefer.

00:29:20: Weil wenn sehr stark Angst ist, man kann nicht gut einatmet.

00:29:25: Man atmet nur hier und dann im Moment ... Wenn du denkst, dass du normal einatmest, kommt diese Auto morgen früh die Müll sammelt ja?

00:29:38: Und dieses Geräusch plötzlich macht dir so viel Angst!

00:29:42: Wie früher hast du nie erlebt durch diese ganze Nacht weil das ist neues Geräuschen.

00:29:46: Einerseits ist es witzig und wir scherzen, dass manchmal diese Mülleimer-Auto... Also ich weiß nicht, wie richtig das auch durch man nennt.

00:29:56: Ja ja, Müllwagen kann dir so viel Angst machen wie Beschuss oder vielleicht sogar mehr?

00:30:02: Ja aber am Anfang des Krieges war sehr leise in Kiew und das war vielleicht wenn der Leise war noch gefährlicher als gefühlt.

00:30:18: Als wenn man hört, dass irgendwo man da schießt oder was.

00:30:24: Sehr unangenehmes Gefühl, soll ich sagen?

00:30:26: Und jetzt ist das Leben wieder in Teilen zurück und die Kunst ... Wir hatten am Anfang des Podcasts darüber gesprochen, dass Musik- und Kunst- und Theater, die sind voll weil die Menschen das zum Leben brauchen.

00:30:43: hat sich denn Die Kultur und die Kunst?

00:30:47: Natürlich.

00:30:48: Wahrscheinlich geändert, aber wie kann man sich das vorstellen?

00:30:56: Hallo!

00:30:56: Man immer informiert ist wenn man ein Ticket kauft dass jedes Konzert jede Veranstaltung kann jeder Moment unterbrochen sein mit dieser Luftalarm-Serene Und man muss dann so stehen wie möglich?

00:31:21: Ja, klar.

00:31:25: So ein Konzert kann ja auch ein Ziel sein also weil da ja viele Menschen sind.

00:31:38: Also das Kunst und Kultur und Musik Mut erfordert dort hinzugehen allein das ist doch schon völlig verrückt.

00:31:49: Aber das ist die Möglichkeit für Menschen.

00:31:53: Für zwei Stunden, falls alles gut klappt ohne Luftalarm, ohne Unterwochen sich wieder normale Menschen zu fühlen.

00:32:09: Vielleicht jetzt ... Das klingt ein bisschen so pathetisch oder so, aber es ist so.

00:32:15: Man braucht Kultur wirklich, man braucht Kunst damit man muss... wirklich menschlich fühlen kann.

00:32:28: Und wenn man zum Konzert kommt, ja und nach dem Konzern zu uns kommt und sagt Musik hat mir so gut gefallen ich war wie früher Ich habe mich jetzt gefühlt wie früher Jetzt habe ein bisschen mehr Kraft Ich fühle mich erleuchtet Besser, es scheint mir das Leben nicht so dunkel ist wie früher.

00:32:59: Dann... Das ist der Sinn des Kunstes, der Kultur und ich denke deswegen Menschen jetzt besonders in Ukraine brauchen Musik, Theater Veranstaltungen und klassische Musik.

00:33:16: Jetzt ist sehr populär was mich persönlich mich wundert, weil früher war umgekehrt.

00:33:29: Progmusik, Rokmusik... Ja das ist schön, schöne Musik!

00:33:33: Aber klassische Musik war früher in der Ukraine nicht so... Also Menschen vielleicht nicht so oft klassische Konzerte besuchen haben jetzt es gibt leider nicht sehr viel aber alle Tickets sind verkauft.

00:33:57: Ja, es hat eine höhere Bedeutung

00:33:59: geworden.

00:34:01: Das ist bei uns hier in Deutschland auch so.

00:34:02: das klassische Musik zählt zur

00:34:06: Hochkultur

00:34:08: und PORPROC ist mehr so Mainstream und es ist spannend zu sehen wie sich das so in der Stadt wie Kiew dann verändert hat und wie sehr die Wertschätzung

00:34:23: auch

00:34:24: für Kultur wieder steigt.

00:34:26: Ich habe bei uns manchmal den Eindruck, dadurch dass es so viel Kultur gibt und so vieles möglich ist verlieren wir manchmal in der Wahrnehmung die Besonderheit dazu unter dem Bezug.

00:34:38: Es ist normal!

00:34:39: Es ist nichts besonderes Und an dieser Stelle muss man sich wahrscheinlich einfach auch klar machen das Kultur immer etwas besonderer ist und ein Zeichen der Hoffnung Und der Zuversicht und der Menschlichkeit

00:34:59: sein kann.

00:35:00: Jetzt ist mir auch eine Idee aufgefallen, warum sehr jetzt nicht populär aber wichtig ist und warum.

00:35:11: Menschen in Ukraine schätzen klassische Musik und Kultur generell viel mehr als früher weil immer klassische und diese Hochkunst.

00:35:28: Erfordert von Menschen das, was wir auf ukrainische Sprache nennen Arbeit der Seele zusammen mit intellektuellen Serien usw.

00:35:41: Und natürlich wenn man in Sicherheit ist und alles okay ist, braucht man diese Arbeit nicht so viel zu machen.

00:35:49: Und es ist viel angenehmer einfach schöne populäre Musik, Rockmusik zu holen was nicht schlimm ist, was ich auch sehr gerne mache.

00:35:57: also das ist aber dann brauchst du das nicht.

00:36:00: Also das ist ok, alles Notung!

00:36:03: Und du einfach kann diese Musik sehr gern konsumieren.

00:36:07: ja dass das angenehm und du brauchst keine tiefe Arbeit mit deiner Selle machen bei Umstände, weil wir jetzt in Kehr wohnen.

00:36:18: Wenn du ständig vierundzwanzig Stunden jeden Tag in Gefahr bist, dass du deine Lieblingsmenschen morgen zum Beispiel nicht treffen wirst.

00:36:31: Zum Beispiel mein Mann mag sehr Badminton spielen und jedes Mal er geht raus von unserer Wohnung Badmintornabend zu spielen Ich innerliche sage ihm tschüss, küsse ich aber innerlich.

00:36:48: Ich habe das Gefühl was?

00:36:50: Was wäre wenn er zurück nicht kommt?

00:36:54: also natürlich ich bin kein drama queen okay aber Aber ich habe das gefühlt weil weil wer weit ist und ich weiß nicht.

00:37:01: wo ist?

00:37:03: alles kann passieren Oder oder etwas kann mit meine zuhause passieren und dann eher kommt und ich bin nicht mehr da ja so auf und Wenn man ständig in solchen Unständen wohnt, dann muss man irgendwas das was im Seele passiert verdauen.

00:37:19: Ja klar!

00:37:20: Und komischerweise klassische Musik und diese Rührkunst, Theater Ballet Konzerte und auch geistliche Musik sind jetzt sehr sehr sehr ich Kann dieses Wort nicht mich erinnern momentan.

00:37:39: Populär?

00:37:42: Ja, man braucht das!

00:37:45: Weil solche Gefühle muss man irgendwie verdauern und es ist nicht so leicht zu machen wenn du einfach... Also wir auch.

00:37:55: Und ich

00:37:56: kann mir das schon vorstellen dass jeder auch weh gesucht mit so einer Situation umzugehen.

00:38:01: und wenn eins der Mittel dann Musik und Kultur ist

00:38:05: Und jetzt gibt es keine Familie in Ukraine, die nicht mit solchen Situationen ... Also sie kann solche Situation vermeiden.

00:38:16: Weil entweder dein Bruder ist in der Armee, entweder deine Freunde sind dort, entweder deinen Vater oder irgendwie jeder Familie in Ukrainer hat jetzt

00:38:31: einen Bezug.

00:38:32: Ja ein Bezug wie?

00:38:35: Ich habe mich gefragt, wie das wohl ist.

00:38:39: Wenn man die Situation in Kiew und die Kultur dort so wahrnimmt... Wie nehmen Sie das bei den Konzerten in Deutschland?

00:38:52: Gibt es da einen großen Unterschied oder fühlt sich das anders an?

00:38:57: Oder sehr erleben da ja bestimmt auch viel und kriegen ja auch sehr viele Rückmeldungen.

00:39:09: Ich würde so beschreiben, dass ... Normalerweise, wenn wir ein Programm bereiten.

00:39:26: Wir besprechen, welche Stücke wäre schön zu spielen?

00:39:30: Wie die Stücke miteinander gut passen und welcher Laune dann möchten.

00:39:36: wewterleiterns unser Publikum usw.

00:39:42: Und in KIA, das machen wir immer.

00:39:48: Aber trotzdem Angst, trotzdem innerliche Weh.

00:40:00: Ja?

00:40:00: Weil zum Beispiel sehr einfache Sache die wir hier nicht haben wenn wir hier in Deutschland sind Wenn Luftalarmserene fängt an in Kiew Du kannst Professor sein Präsidenz sein.

00:40:23: Du kannst sehr reich oder sehr arm sein, aber trotzdem irgendwie fängt dein Körper zu zittern.

00:40:31: Ja.

00:40:32: Egal wer bist du!

00:40:34: Du zitterst ein bisschen und das ist so... Und wenn du ständig in solche Situationen bist dann, wenn du etwas Schönes für Publikum vorbereitet möchtest.

00:40:47: Es sowieso immer hat diese ein bisschen Bitter.

00:40:52: Ein bisschen diese bitter Geschmack, ein bisschen!

00:40:56: Zum Beispiel du ... Ich kann das mit Kochen vergleichen ja?

00:41:01: Wir wollen etwas sehr Süßes und Schönes für unser Publikum vorbereiten.

00:41:07: Und sowieso kommt ein bisschen dieser Bitte-Geschmack dazu.

00:41:15: Wenn wir hier sind... Am Sonntag war noch okay, weil in Kiew leise war.

00:41:27: Wir konnten normal schlafen wegen dieser politischen Besuch.

00:41:35: In Kiew waren zwei Nächte ruhig und wir hatten keine Angst für unsere Familien und Freunde dort.

00:41:44: Also ... Am Sonntag ... Das war Samstag?

00:41:51: Sonntags.

00:41:53: An Sonntage.

00:41:56: Unser Konzert, unser Programm hat wirklich dieses süßes in positive Sinn.

00:42:03: Süsses Geschmack!

00:42:04: Weil wir waren auch selbst ruhig.

00:42:08: Man hat das

00:42:09: gespürt auf dem Konzern.

00:42:11: Ja ja ja und wir versuchen trotz Angst Sorgen, Ständige die wir haben.

00:42:22: Das Gutes was wir haben zu unserer Publikum geben.

00:42:26: und auch wenn man Musik spielt Musik heilt nicht nur die Sillen von unser Publikums sondern unsere auch.

00:42:37: Und auch was wichtig finde ich dass Ich möchte darüber extra jetzt ein paar Wörter sagen.

00:42:45: Jetzt Menschen Viele Menschen die ich kenne die früher ateistisch war.

00:42:55: Ich würde so höflich sagen, sind nicht mehr so ateistische weil wenn du lebst in ständige Gefahr dann fängst du verstehen dass nicht alles nur von dir hängt ab und das vielleicht gibt es noch jemand oder etwas Für Menschen, die artistisch waren und solche Idee schon gut ist.

00:43:30: Ich

00:43:30: bin nicht ganz sicher wer es war.

00:43:32: ich meine Es ist ein Zitat von Beethoven der einmal gesagt hat wenn Musik die Stimme Gottes ist

00:43:43: Ja

00:43:44: dann schreit er uns Musiker jeden Tag ins Ohr.

00:43:47: Ja, ich bin hundertprozentig ja einverstanden

00:43:53: und so ist es wahrscheinlich auch und das macht was und dass was sie beschrieben haben.

00:44:02: Ich kenne das auch.

00:44:03: also es gibt Konzerte oder es gibt Momente oder die man spielt an seinem Instrument Und wenn man einen Teil seiner Seele mit zur Musik gibt, dann erreicht man das Publikum und es geschieht etwas Besonderes.

00:44:20: Eine ganz besondere Stimmung.

00:44:22: Dann wird es süß.

00:44:23: Ich kenne das!

00:44:24: Wenn man nur spielt ohne seinen Teil dazu beizudragen, dann merkt das das Publikum

00:44:34: auch.

00:44:35: Das kann auch sehr professionell sein aber ich persönlich ... beschreibe, dass das dann fällt ein bisschen diese Kontakt.

00:44:45: Ja.

00:44:45: Fällt ein bisschen diesen Kontakt und mir scheint es, dieses Kontakt ist das Wichtigste.

00:44:52: Das Wichtigeste was kann man während des Konzerts erleben als Zuchörer?

00:44:58: Und als Musiker ist diese sehr besondere Art des Kontakts wenn Menschen sich wirklich Herz zu Herz treffen.

00:45:11: Und das ist auch das Besondere, ich glaube Sie sind die Einzige, die Deutsch spricht in der Gruppe?

00:45:21: Ja

00:45:22: genau.

00:45:23: und dass das Schöne zu sehen ist.

00:45:27: es ist egal ob man die Sprache spricht oder nicht weil die Musik

00:45:32: ist

00:45:32: eine Sprache,

00:45:34: die immer

00:45:35: funktioniert und jeder spricht Und jeder versteht.

00:45:39: Das war wirklich toll zu sehen und ich stand dann noch am Ausgang, das waren ganz viele Leute sehr ergriffen und es war eine Botschaft spürbar und das war wirklich toll obwohl wir als sich das Konzert angekündigt habe auf Facebook hatten wir ja auch sehr viele Kommentare die einfach unschön waren Und für mich war das einfach total toll zu sehen, dass die Menschen, die dort waren.

00:46:11: Es waren so ... ich glaube, achtzig, neunzig Leute waren da?

00:46:15: Dass die Musik verstanden haben, dass sie einen Teil wahrgenommen haben und ergriffen aus dem Konzert rausgegangen sind.

00:46:24: Das ist die Macht der Musik!

00:46:27: Ja, ich war total überrascht, als ihr gehört habe als unser Konzert annunziert war.

00:46:42: Das da waren unschöne Kommentare und hasskommentäre bezüglich unserer Herkunft.

00:46:51: Man kann verstehen, wenn nach dem Konzert man schreibt schlechte Kommentare.

00:46:58: Hoffentlich nicht, aber generell kann man das vorstellen.

00:47:02: Niemand hat Konzerten nicht gut gefallen und dann schreibt man.

00:47:05: Aber vor dem Konzerthasskommentar betrifft unser Herkunft, dass wir aus Ukraine sind.

00:47:16: So haben wir früher nie erlebt?

00:47:20: Aber auf Ukraine ich meine es jetzt.

00:47:23: Nun passiert man etwas immer erst, dass man lebt?

00:47:26: Also jetzt ist unser Debüt ...

00:47:31: Da war's mir besonders wichtig als Sie hier waren, dass sie sich wohlfühlen und gut angegut.

00:47:38: Es kam wirklich gut an.

00:47:40: Ich bekomme heute noch Rückmeldungen zur Sonntag wie schön das war.

00:47:44: Und das haben ganz viele gesagt.

00:47:53: Ich freue mich sehr, dass Sie positive Rückmeldungen bekommen.

00:47:58: Und ich kann sagen, dass ich bin sehr dankbar unserem Publikum hier in Horst für sehr warme, sehr herzliche Empfang.

00:48:11: Das ist auch wichtig wie Publikums angestimmt.

00:48:18: Weil wenn du auf die Bühne kommst diese Chemie, das passiert zwischen zwei Teilnehmer.

00:48:30: Musiker und Publikum.

00:48:32: Und jeder der in die Publikums ist macht seine kleine Spende?

00:48:40: Ich finde kein anderes Wort aber ich hoffe dass unser Zuchere verstehen was ich meine.

00:48:46: Ja ja wenn wir spielen angefangen haben Das war sofort dieses Gefühl, dass Menschen sind hier.

00:49:03: Man sagt auf ukrainisch angeschaltet in diesem Prozess.

00:49:09: Also sie gern teilnehmen.

00:49:12: Sie schließen sich nicht öffnen zu bleiben wenn du jemandem neu enttrifft das ist auch Entscheidung Und ich bin sehr dankbar, unser Publikum.

00:49:24: Dass Menschen die zu uns gekommen sind zum Konzerts haben sich entschieden, ja öffnen zu sein damit wir uns treffen können.

00:49:36: Ja das fand ich auch schön Das hat auch gut.

00:49:39: Ich weiß auch wie das auf der anderen Seite ist als Musiker und man weiß es ja vorher

00:49:46: nicht.

00:49:47: Also wenn ich auf eine Bühne gehe Und ich habe ein Programm, das sich gut finde und dann weiß ich aber ja noch nicht wie reagieren alle in dem Saal.

00:49:59: Finden die das auch gut oder vielleicht auch nicht?

00:50:02: Das war sehr spürbar!

00:50:03: Das war wirklich toll!

00:50:08: Wir sehen uns ja nochmal am Sonntag.

00:50:11: Hoffentlich alles gut!

00:50:12: Ja wir sehen uns...

00:50:14: Dann fahren Sie wieder zurück nach Kiel wahrscheinlich?

00:50:19: Ja, Mittwoch morgens früh.

00:50:21: Wir haben dann noch ein Konzert.

00:50:24: Wie früher gesagt weiß ich nicht wo.

00:50:27: Alles gut!

00:50:29: Aber ja, aber Mittwochs, Mittwechs morgens Früh wir fahren dann mit viele Züge, weil jetzt es gibt kein... Keine Flüge.

00:50:49: jetzt sind möglich in Ukraine.

00:50:50: Also wir erst fahren nach Polen, dann Dünnen Polen und schon nach Gier.

00:50:58: Ja es dauert ca.

00:50:59: dreißig

00:51:02: Stunden.

00:51:03: Okay, aber nicht non-stop.

00:51:06: Nein, mit Umsteigen.

00:51:09: Mit Pausen dazwischen?

00:51:11: Diese ganze

00:51:12: Strecke

00:51:12: oder ... Die Pausens sind so ungefähr dreißig, vierzig Minuten und zwei Stunden.

00:51:22: Erst morgen sehr früh von Gluckstadt nach Hamburg, dann aus Hamburg nach Polen und am Abend spät.

00:51:36: Dann nehmen wir den Zug mit Liegewagen.

00:51:40: Ah, okay.

00:51:41: Ganz klar.

00:51:43: Nach Kiew?

00:51:45: Ja.

00:51:45: Von ukrainisch-polnischer Grenze

00:51:47: nach Kiew.

00:51:47: Aber die Reise in der Ukraine ist ja auch gefährlich.

00:51:52: Ich habe gelesen, die Züge werden ja auch geschossen.

00:51:58: Unglaublich!

00:51:59: Und jetzt wie mit Ticket ... Wie mit Konzerticket.

00:52:04: Jetzt wenn man kauft Ticket... diese Bandticket.

00:52:11: Man liest auch in dieser Instruktion falls Luft, Alarm, Serene fängt an.

00:52:20: sie sind im Zug Sie müssen sofort raus dem Zug.

00:52:24: nehmen sie ihre Dokumente.

00:52:28: Okay also dann kann ich an der Stelle sagen nochmal ein wenig mehr.

00:52:35: vielen vielen vielen Dank dass sie die Reise auf sich genommen haben, zu uns hier nach Norddeutschland und sich auch bereit erklärt haben mit mir diesen Podcast aufzunehmen.

00:52:46: Ich

00:52:46: danke Ihnen sehr für die Einladung!

00:52:49: Das habe ich wirklich gerne gemacht.

00:52:51: Wie gesagt das war ein persönliches Bedürfnis und ich bin sehr dankbar dass es funktioniert hat.

00:52:57: Und für mich – und ich denke auch für alle Zuhörer da draußen – war es ein Fenster in eine Welt die wir sonst nur aus den Nachrichten kennen.

00:53:11: Es ist gut, es zu sehen und wahrzunehmen.

00:53:16: Vielen Dank dafür, dass ich all die Fragen stellen durfte für das sehr sympathische Gespräch.

00:53:23: Danke fürs Kommen!

00:53:24: Vielen vielen Dank!

00:53:26: Alles Gute auch für die Familie in Kiew und natürlich auch für diese Reise dorthin.

00:53:32: Wir sehen uns am Sonntag beim Konzert.

00:53:34: Ich freue mich schon sehr darauf Und dann bleibt mir eigentlich nur noch mal meinen Spruch zu sagen, weil mein Name ist Chris Merkel und übrigens ich bin für die Inhalte des Podcasts verantwortlich.

00:53:46: Das müssen wir so machen.

00:53:49: Euch da draußen sage ich vielen Dank fürs Einschalten, fürs Zuhören!

00:53:53: Ich hoffe euch hat die Folge des Podcast-Glaubensfrages genauso gut gefallen wie mir das Gespräch heute.

00:53:59: Bleibt dran hinterlasst ein Like, teilt das.

00:54:04: Wenn euch etwas unter den Nägeln brennt, dann schreibt es auch gerne in die Kommentare.

00:54:10: Ich freue mich über euer Feedback und dann sage ich vielen Dank fürs Anschalten!

00:54:16: Vielen Dank für das tolle Gespräch!

00:54:18: Bleibt alle gesund und passt gut auf euch auf!

00:54:22: Alles Gute!

00:54:23: Ich sage tschüss an der Stelle!

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