Kirche und die AfD - Reden oder ignorieren?
Shownotes
Bundesweit steht die AfD laut Umfragen etwa bei 27% und auch in Schleswig-Holstein liegt die Partei bei 15% laut aktuellen Erhebungen (07/26). Die AfD ist somit in unserer Gesellschaft und auch in den Gemeinden angekommen, doch wie gehen wir in der evangelischen Kirche mit deren Inhalten, den Wählern und den Politikern um? Hilft der Dialog oder soll dieses Phänomen einfach ignoriert werden? Über den richtigen Umgang gibt es unterschiedliche Meinungen. Ein Grund mehr darüber im Podcast "Glaubensfrage" zu reden. Gast ist der Propst Steffen Paar, der auch schon persönlich negative Erfahrungen mit der AfD und nahestehenden Organisationen gemacht hat. Muss man trotz Bedrohung die Hand reichen? Nach der linken Wange auch die rechte Wange hinhalten? Wir sprechen drüber in der Folge: Kirche und die AfD - Reden oder ignorieren? Aufgenommen wurde der Podcast in der St. Jürgen Kirchengemeinde Horst. Verantwortliche für den Inhalt ist Chris Merkel
Quellen: https://evangelische-zeitung.de/so-steht-die-kirche-zur-afd/ https://www.evangelisch.de/inhalte/254576/14-04-2026/hat-kirche-zum-erstarken-der-afd-beigetragen https://jugendarbeit.de/magazine/wie-politisch-darf-kirche-sein/ https://www.evangelisch.de/inhalte/227821/07-03-2024/kolumne-evangelisch-kontrovers-kein-platz-fuer-afd-mitglieder-im-ehrenamt
Transkript anzeigen
00:00:00: Ja, herzlich willkommen beim Podcast Glaubensfrage.
00:00:03: und heute beschäftigen wir uns mit einem wirklich spannenden Thema Kirche und AfD.
00:00:09: Denn wie ihr alle mitgekriegt habt ist gerade in den nächsten Landtagswahlen stehen vor der Tür und die AfD hat angesetzt zu einem Ziel.
00:00:18: ein Lauf ist schon siegessicher und da trifft uns als Kirche immer die Frage Wie gehen wir eigentlich damit um?
00:00:26: Was ist für uns relevant Und was ist unser Umgang damit?
00:00:30: Da freut es mich wahnsinnig heute im Podcast Glaubensfrage.
00:00:34: Unseren Probst des Kirchenkreises Ranzau Münsterdorf, Steffen Paar hier zu haben – im Gespräch!
00:00:41: Mein Name ist Chris Merkel und ich bin verantwortlich für die Inhalte des Podcasts Glauben.
00:00:48: Damit würde ich sagen wir müssen reden und ich freue mich auf ein spannendes Gespräch.
00:00:56: Hallo Steffen.
00:00:57: Morgen, Grüßzeige!
00:00:58: Vielen Dank.
00:01:08: Ich hoffe, dass wir uns auch im Podcast duzen.
00:01:11: Wir kennen uns ja schon eine Zeit lang aus Südfeld.
00:01:16: Wenn man sich mal so zurückgeinnert ist es schon eine zeitlang her.
00:01:18: Absolut!
00:01:19: Aber die Zeit geht vorbei als wäre es nichts gewesen.
00:01:22: Oh ja und als wir uns damals getroffen haben war AfD noch gar nicht so ein richtig großes Thema weil das war so die Corona-Zeit oder?
00:01:30: Manch mich erinnern zu können und Du hast da unfassbar viele Ausstellungen in der Kirche gemacht.
00:01:35: Das weiß ich auch noch.
00:01:36: Da denke ich auch gerne zurück, das war eine Zeit mit vielen Einschränkungen aber auch vielen Möglichkeiten.
00:01:42: Also da wurde Kirche sehr kreativ um mit dem Menschen in Kontakt zu sein.
00:01:48: Und irgendwie passt es auch zum heutigen Thema denn das ist ja schon ein bisschen der Startschuss vielleicht auf die AfD gewesen und insofern ne schöne Brücke.
00:01:58: doch bevor wir so ganz hart in das Thema heute einsteigen magst du dich einmal kurz vorstellen was zu deiner Person sagen.
00:02:06: Ja, genau.
00:02:07: Sehr gerne!
00:02:08: Also Steffen Pais mein Name.
00:02:09: ich bin seit ersten März hier im Kirchenkreis einer von zwei Pröpsten.
00:02:17: Ich bin geboren im Schwarzwald.
00:02:19: das sieht man nicht es hört man auch nicht.
00:02:22: ich bin jedoch mit vor der Freude Schwabe und immer wieder wenn ich in Heimat bin merke ich Mensch wie schön es da ist.
00:02:30: Lebe jetzt seit Jahrzehnteinzehn hier im Norden.
00:02:34: Ich habe meinen Mann später kennengelernt und er hat mich dann in den Norden entführt.
00:02:38: Und stelle fest, wie schön es hier oben ist!
00:02:41: Also ich liebe Franz Brötchen, ich liebe die Weite, die See... ...und auch gerade so ins Schleswig-Holstein die Landschaft und die Menschen.
00:02:51: Und möchte ja eigentlich nicht mehr weg.
00:02:53: Ja, super.
00:02:54: Das trifft sich gut – das wusste ich alles noch
00:02:56: gar nicht!
00:02:57: Also schon da ein Erkenntnisgewinn.
00:02:59: Ich komme ja selbst aus Regensburg und bin auch hier hochgezogen und ich teile es sehr.
00:03:04: Und trotzdem ist ein Teil des Herzens immer in der Heimat gewesen.
00:03:09: Ich merke es gerade auch wenn ich Leute treffe die Schwebeschwetzer.
00:03:14: Ich kann sie selbst nicht mehr so gut oder das dauert immer eine Weile.
00:03:19: Ja, Heimat ist auch verbunden mit Sprache, Nahrungsmittel und Gerüchen.
00:03:23: Und ein Teil meines Selbstes ist und bleibt erschworbt wie man es sich schon sagt – und das ist auch gut so!
00:03:30: Ja, das kenne ich.
00:03:31: Also je südlicher ich fahre, desto mehr kommt's bayerisch wieder nicht.
00:03:35: Aber ich weiß nicht, wie es dir geht.
00:03:37: mich fragen immer ganz viele Leute ja du sprichst sehr hochdeutsch.
00:03:40: Das hört man gar nicht mehr an.
00:03:41: Ja,
00:03:41: so gehts mir
00:03:41: auch.
00:03:43: Ich habe mir das ganz oft oder naja ein Stück weit abtrainiert hier oben Und freue mich dann auch immer, ab und zu in die Heimat zu fallen.
00:03:53: Heimat ist ja jetzt schon wieder so ein colorierter Begriff... ...und damit eine wunderschöne Brücke zu unserem heutigen Thema.
00:04:06: Auch in Schleswig-Holstein gewinnt die AfD massiv an Stimmen und auch an Zustimmung.
00:04:13: Jetzt stellt sich mir natürlich auch die Frage wie gehen wir eigentlich als Kirche damit um?
00:04:18: Jetzt habe ich hier als Kirchenmusiker in Horst nur ein ganz beschränktes Bild, aber du kannst mir sicherlich helfen.
00:04:24: Wie ist denn die Haltung im Kirchenkreis oder auch möglicherweise in anderen Gemeinden?
00:04:30: Ja das sollte ich gar nicht immer so ganz leicht zu fassen wie die Haltung der Kirche.
00:04:35: Es ist ja doch eine sehr disparate Haltung zumal wir der Evangelischen Kirche ja doch sehr dezentral organisiert sind und es ist auch mal sehr stark von den Menschen abhängt, die vor Ort agieren.
00:04:48: Also es gibt ja so Brennpunktfragen.
00:04:52: Zum Beispiel darf jemand, der Mitglied in den AfD oder gar ein Funktionsträger ist, auch Mitglied im Kirchengemeinderat sein?
00:05:02: Oder ein kirchliches Amt inne haben?
00:05:05: Da gibt es sogenannte Unvereinbarkeitsbeschlüsse die das negieren und sagen also wer Mitglied ist oder gar funktionär Parteipolitik aktiv und das, was ein Inhalten damit verbunden ist, aktiv unterstützt.
00:05:21: Kann ich parallel ein kirchliches Amt inne haben oder das gar vertreten?
00:05:26: Das würde sich beißen.
00:05:28: Das entzündet natürlich auch viel Widerspruch.
00:05:30: so die Frage nach einer Gewissensprüfung und ob man da nicht etwas demonisiert, was man sogar nicht demonisieren darf möglicherweise bei anderen Mitgliedschaften auch so kritisch hinterfragt.
00:05:46: Also das ist sozusagen der offizielle Sprech, wir haben jetzt hier in dem Sinne keine Kirchenkreislinie.
00:05:56: ich kenne Diskussionschein in den Kirchengemeinden.
00:05:59: Meine Prophezei ist sehr unterschiedlich.
00:06:01: solche die da sehr zurückgehalten sind und sagen wenn wir da anfangen Dann haben wir keine Ehrenamtlichen mehr, die da irgendwo mitarbeiten.
00:06:10: Zumal das uns auch erst mal gar nichts angeht und andere, die auch ganz klar sagen gerade wenn es um Positionen wie ein Prädikantin geht oder einen Kirchengemeinderat, das geht gar nicht.
00:06:22: Also wir haben jetzt also so... Nicht dass ich wüsste jemand der aktiv gesagt hat Ich bin Mitglied der AfD oder kann funktionieren Und ich möchte dieses oder jenes Amt haben.
00:06:31: Das gab's ja in anderen Kirchen, einer römisch-katholischen Kirche.
00:06:36: Da gab es ja sogar Ausschlussverfahren.
00:06:38: Das gab es bei uns noch
00:06:39: nicht.".
00:06:40: Ja genau also ich habe da einen Zitat rausgesucht der Beschüfte evangelisch-lutterischen Kirchen Oldenburg.
00:06:45: Thomas Adomaitz sagt im Blick auf die anstehenden Kirchenvorstandswahlen in den Gemeinden eine Kandidatur von Personen die der AfD nahestehen oder Mitglied sind und deren Parteiprogrammatik offen kommunizieren sei grundsätzlich zu überprüfen.
00:07:02: Und da hat sich mir natürlich auch dieselbe Frage gestellt, wie will man das denn überprüffen?
00:07:07: Zumal es ja auch schon gesellschaftlich schwierig ist weil natürlich mit so Wahlen... Ich weiß nicht, wie's in deinem Umfeld ist bei mir, ich vermute beim Anchten dass sie möglicherweise AfD sympathisieren gegebenenfalls wählen oder vielleicht sogar in der Partei aktiv sind auf irgendeiner Art und Weise.
00:07:27: aber die Leute, die offener mit umgehen und dies auch offen kommunizieren sind relativ gering weil sie natürlich auch möglicherweise gesellschaftliche Echtung befürchten.
00:07:39: Jetzt war ich auch an der Schule da ist es natürlich mindestens genauso ein Thema auch in den Lehrerzimmern.
00:07:45: Da würde sich wahrscheinlich auch keiner offen zur AfD so bekennen.
00:07:49: das stelle ich jetzt einfach mal so einen Raum.
00:07:50: Ich habe dazu keine Statistik.
00:07:53: Das ist jetzt einfach persönliches Erleben nur damit dass auch die Zuhörer einmal einordnen können.
00:07:58: Und gleichzeitig gibt es aber auch den... Ich weiß gar nicht, ist das ein Verein?
00:08:03: Ist das eine Sparte?
00:08:04: Christen in der AfD und die haben immerhin dreihundert Mitglieder und dabei auch viele aus Freikirchen.
00:08:11: Das ist um das mal einzuordnen also klar, es gibt die evangelisch-lutterische Kirche Es gibt die katholischen Kirche, es gab aber ganz viele freie Kirchen Die eben den großen Kirchen so nicht zugeordnet sind.
00:08:26: Habe ich das richtig?
00:08:26: Ja
00:08:27: genau Ja.
00:08:28: Und das führt uns natürlich auch dann zu Problemen, wie kann man das überhaupt überprüfen?
00:08:38: Also ich sage, das ist in der Tat eine spannende Frage.
00:08:41: Wenn man solche Grundsätze aufstellt, muss man sie dadurch einhalten können.
00:08:46: Ich würde für mich sozusagen – ich war ja auch lange in Südfeld oder in einer Kirchengemeinde, da gab es auch Kirchengemeinderatswaren und man geht dann auf kandidierenden Suche Und ich würde jetzt nie jemand fragen, bist du Mitglied in der und der Partei oder im Angelverein?
00:09:01: Oder was auch immer.
00:09:02: Sondern die grundsätzliche Frage, die sich für mich als Probsteller stellt ist ob der Mensch die Werte für die wir als Kirche stehen bejaht.
00:09:13: Also das ist sozusagen Nächstenliebe, das Evangelium der Glaube und natürlich für mich auch sogar implizit mit dabei.
00:09:22: Auch eine positive Verhaltung und eine Unterstützend Haltung zu unserem Grundgesetz.
00:09:26: an dem können wir als Kirche nicht vorbeileben.
00:09:29: Und es ist für mich der Grundsatz und da gibt es Menschen ob die jetzt die AfD wählen oder was ganz anderes, die dagegen verstoßen.
00:09:37: also ich würde es nicht oder ich persönlich möchte es nicht eng führen auf Wer steht welcher Partei nah, sondern auf grundlegende menschliche und christliche Werte?
00:09:50: Und ist daran messen.
00:09:52: Natürlich ist für mich – das ist die zweite Frage – wenn jemand funktionär an der Partei ist, vertritt er sie natürlich nochmal ganz anders.
00:10:01: Also ich finde ob ich jetzt eine Partei wähle Wenn ich nicht Wähler bin, das ist ja auch eine Aussage.
00:10:09: Da möchte ich nicht anfangen dazu kommentieren oder gar abzuwerten.
00:10:15: Jetzt konstruieren wir mal den Fall.
00:10:16: da gibt es eine Person die funktioniert auf kommunaler Ebene in der AfD und ich finde schon was ich persönlich machen würde immer als Pastor des Gesprächs genau mit dieser Person suchen weil natürlich wir kommen da schon in den Dilemma-Tat zu sagen, wenn du jetzt in den Kirchenvorstand gewählt wirst und dann möglicherweise dieses Forum nutzt um Politik zu machen oder Menschen verachtende Äußerungen zu tätigen und das geht natürlich nicht.
00:10:51: Und ich finde deswegen hat der Bischof aus Oldenburg das schon richtig formuliert dass es überprüft wird.
00:10:59: Ich finde, das ist aber grundsätzlichen Thema und es gilt für mich erst mal nicht nur für Menschen mit Blick auf die AfD.
00:11:06: Es gilt grundsätzlich so zu gucken.
00:11:09: also nehmen wir alle nur weil jemand ja schreit oder wer jemand braucht Und wie gehen wir?
00:11:14: Oder suchen wir nicht menschen überzeugend sagen Wir möchten Kirche gestalten und Gott und die Leute bringen und ich finde Das schließt schon mal von vornherein ganz viel aus und ich kann es auch nicht beobachten, dass es einen Run von AfD-funktionären aufkirchliche Gräben gibt.
00:11:32: Also genau!
00:11:34: Und deswegen finde ich schon wir als Kirche müssen ja auch gleichsam gucken.
00:11:38: in unserem Spektrum gibt es hier auch charismatisch oder sehr evangelikale Menschen die auch ein menschenbild haben.
00:11:47: das ist auch nicht.
00:11:48: das meine ist Auch da gilt es nochmal gut hinzugucken.
00:11:51: Deswegen bin ich dafür ein reideres und trotzdem klare
00:11:57: Spektrum.
00:11:58: Ja genau, also zu den effektalen Strömungen... Da kommen wir noch
00:12:01: zu!
00:12:02: Ich habe auf meiner To-do-Liste das eine oder andere.
00:12:06: Tatsächlich ist es aber genau die Fragestellung, die auch mich bewegt hat und auch im nächsten Punkt.
00:12:12: Das ist ja tatsächlich so dass man wahrscheinlich zwischen Wählern und Politik irgendwo differenzieren muss wenn man jetzt in den Froren guckt und zwar auch oft in christlichen Foren fällt das mit der Differenzierung aber brutal schwer.
00:12:24: also Man gewinnt schnell gerade im Social Media Kontext Den Eindruck dass es nur schwarz oder weiß gibt.
00:12:31: In gelebter Gemeinde ist das, so wie du es beschreibst grundsätzlich ja gar nicht möglich.
00:12:37: Und da hat sich mir die Frage gestellt können wir überhaupt die Wähler und die Politiker?
00:12:42: Wer läuft da die Trennlinie?
00:12:45: und vielleicht – ich hoffe jetzt, erhoffentlich kriege ich erzähl ich einen Shitstorm.
00:12:49: aber man kann doch auch nicht alle einfach über einen Kamm scheren und sagen jeder Wähler von dieser Partei ist gleich Nazi.
00:13:01: Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jeder der diese Partei wählt dieses wirklich sehr abstruse Weltbild- und Parteiprogramm zu hundert Prozent unterstützt sondern möglicherweise ja nur Teilbereiche.
00:13:14: ich behaupte sogar das die meisten die die Partei gegebenenfalls wählen das parteiprogramm in Gänze gar nicht kennen meines Erachtens, gerade im digitalen Bereich auch Meinungsräume.
00:13:32: Und für mich stellt sich die Frage digital gegen real.
00:13:37: also wie ist das in der gelebten Meinungs- oder in der gelebten Gemeindepraxis?
00:13:42: Ist es da genauso wahrnehmbar?
00:13:45: und wie du schon sagst also Wähler?
00:13:49: und selbst wenn man die aus Aufgrund eines Parteipunktes, dem man dann vielleicht im Wahlprogramm gut findet wählt?
00:13:58: und der Rest passt aber zum Meinungsbild und zum Werteverständnis von Kirche und Christentum.
00:14:05: Wo zieht man da die Linie zwischen Wählern, Parteiprogrammatik, funktionären parteipolitischen Interessen?
00:14:13: Ich finde das brutal schwer!
00:14:14: Also absolut, es ist super, super schwierig und die große Herausforderung in dieser Zeit ist tatsächlich die Kunst der Differenzierung.
00:14:23: Und gerade im Social Media Bereich ist es oftmals so plitzlichtartig, schlagwortartig oder wie möglicherweise auch das Besse über die Medien transportiert werden kann und festzustellen, die Wahrheit ist in vielen Dingen so komplex.
00:14:38: Das lässt sich gar nicht nur so einfach verengen.
00:14:41: Und gerade im Umgang mit Menschen finde ich es gerade für uns als Kirche- und kirchliche Vertreter geboten, maximal zu differenzieren und nicht sicher auf dieses ganz einfache Bashing einzulassen und auch so dieses moralische Bewerten.
00:14:55: also wie gesagt auch tatsächlich natürlich meine Anfragen an Äußerungen von mit jeder.
00:15:03: und da muss man ja auch nochmal unterscheiden, was steht im Wahlprogramm?
00:15:06: Und was wird und wie wird es kommuniziert so.
00:15:09: Und gleichzeitig muss ich sagen, ich diene doch weder meine Kirche noch meiner Gesellschaft richtig wenn ich mich auf dieses Unterkomplexe verhalten einlasse und dann noch sage zum Beispiel also das ist meine Wahrnehmung AFD und alle diese Wählen sind böse sind blöd sind dumm sind Nazis.
00:15:29: Ich finde, damit tun wir unser Geschichte nicht recht.
00:15:31: Ich finde vergleichen ist nie gut und was trägt es aus?
00:15:35: Wir dämonisieren und gleichsam auch wenn ich persönlich natürlich eine Affinität zu anderen Positionen habe.
00:15:42: sagen wir alles was ist überhaupt was ist rechts, was ist links aber auf der anderen Skala.
00:15:48: das ist dann per se gut und ich würde gerne von dieser moralischen Aufladung weg hin so einer Sache orientierten Diskussion wirklich angucken, was wird gefordert?
00:15:59: Was steht da als Menschenbild im Hintergrund.
00:16:02: Und mein Erfahrung ist ich hatte auch schon mit AfD ein Partei mitgegeben und funktionieren bei mir im Büro ja das Gespräch gehabt und auch mit Wählerinnen und Wählern.
00:16:15: Meine Wahrnehmung ist also es wird doch immer offener auch zugegeben dass man mit der Partei sympathisiert.
00:16:22: Ich habe ja lieber in der Innenstadt den EZU hat der AfD auch ihren Wahlstand und ich nehme schon wahr, dass dort Menschen viel häufiger stehen bleiben, sichtbar stehenbleiben.
00:16:32: Das war noch vor ein paar Jahren anders also da ist man vielleicht versteckt dran vorbei gegangen.
00:16:40: jetzt ist es gerade im Nachzug der Korrektivveröffentlichung der Demos das ist jetzt nochmal ganz anders.
00:16:47: Ich bin auch sehr gespannt mit Blick auf die Landtagswahlen nächsten Jahres.
00:16:52: Also ich finde, auf jeden Fall Differenzierung steht gut an.
00:16:55: Auch diese moralische Aufladung finde ich überhaupt nicht gegeben.
00:16:59: und ich sage noch mal grundsätzlich auch für uns als Kirche.
00:17:02: Ich finde, die Kirche braucht Demokratie!
00:17:05: Wir sind jetzt nicht per se diejenigen, die anderen sagen können wie Demokratie geht weil wir selbst auch einen Umgang mit Frauen oder überhaupt mit Menschen auch in Lernfeld haben was Demokratie anbelangt.
00:17:19: Und deswegen sage ich immer auch bei diesen Reden, bei den Demos.
00:17:23: Ich stehe nicht hier weil ich es besser weiß sondern weil ich selbst auch einen Landfeld damit habe mit Demokratie.
00:17:30: oder wie gehe ich mit meinen Ängsten um?
00:17:32: Mit Blick auf in Izu.
00:17:35: Ich gehe durch die Fußgängerzone und fühle mich unten und da bedauere ich das alle Parteien.
00:17:41: Es gilt auch für meine Kirche, wenn man so stereotypen pflegt oder narrative wie man das ja auch sagt die tragen nichts aus sondern wir stellen Leute in der Ecke und natürlich müssen sie dann auch reagieren.
00:17:54: und deswegen sage ich mit Blick auf die Mahnungsräume die du angesprochen hast Wenn wir als Kirche den nicht offen halten Dann haben wir ein Stück weit unseres Auftrages verfehlt.
00:18:08: also Wir sind gerade schon dabei jetzt hier in unserem Sprengel nennt man das ja so ein bestimmtes Gebiet in unserer Nordkirche, deckt nicht ganz den Bereich von Schleswig-Holstein ab.
00:18:17: Dabei zu überlegen was machen wir mit Blick auf die Landtagswahl?
00:18:20: Und da waren wir uns als Prübszenen und prübsten doch sehr einig zu sagen Wir wollen nicht einsteigen in diese Debatten oder dieser Wortwahlform gegen die AfD sondern wir müssen noch sagen können, für was wir sind und vor allem das Gespräch suchen.
00:18:39: Und mein Auftakt ist – und es ist so mein Lernfeld auch in EZHU – wenn ich eine Äußerung höre eines ….
00:18:46: Wir haben jetzt so ne Dauestadtzeitungen wo auch AfD-Mitglieder aus der Partei veröffentlichen ihre Meinungen.
00:18:56: Das war so mein Auftrag.
00:18:57: Ich hatte dann den Herrn Kirbach auch angeschrieben.
00:19:00: Der hat auch ein Gespräch angeboten, wir saßen zusammen und wirklich mal zu hören.
00:19:05: Und es mag es auch krass klingen!
00:19:06: Aber was kann ich von dir lernen?
00:19:08: So, der erzählt... Der hat ja auch ganz viele tolle Dinge erlebt und anderes auch.
00:19:13: Und mal zuhören warum ... findet es jemand gut, was da steht und was verbirgt sich dahinter?
00:19:19: Und ich finde das anzuhören und nicht gleich nieder zu machen ist echt eine Kunst.
00:19:23: Natürlich könnte ich sagen ihr seid alle Nazis und für mich indiskutabel Ich gebe euch keine Hand mehr kann man machen.
00:19:30: aber ich finde dass es weder meine Art noch steht und so gut an denn meine Frage ist wovor habe ich eigentlich Angst, dass ich jemanden dann so dessen muss?
00:19:39: und des anderes nochmal grundsätzlich Es geht doch hier nicht um mich oder die Kirche, es geht um die Demokratie.
00:19:44: Und Demokratie ist, finde ich erst mal ein hohes Gut und eine Meinungsverengung – und das stellen wir jetzt auch fest – trägt erstmal weniger Auswärmungen von vornherein aus dieser Brandenauer-Debatte zum Beispiel.
00:20:01: Ich weiß als ein schmaler Grad gleichsam zu sagen Grundhaltungen Eurer Partei und wie ihr mit an den Umgeht, das teile ich nicht.
00:20:11: Aber ich finde man kann auf beiden Dingen gut gehen.
00:20:15: Was überhaupt nicht geht, ich würde mir auch meine Gemeinnemitglieder nicht pauschal als Nazis oder die Dummen, die sich da irgendwie verführen lassen bezeichnen.
00:20:27: Denn also ich weiß gar nicht was sie bewegt, die AfD zu wählen.
00:20:30: Ich müsste Sie fragen!
00:20:32: Also das wird auch mit meinen Top sein.
00:20:34: Mit Blick auf die Landtagswahl und zwar nicht um ihnen zu sagen kommen wir doch lieber eine andere Partei, die irgendwie demokratisch ist sondern es muss auch darum gehen... So stehe ich mir das vor.
00:20:46: Wer fragt eigentlich die Menschen, wie es ihnen geht?
00:20:48: Was sie wollen?
00:20:49: Wer möchte eigentlich auch von ihnen lernen?
00:20:52: und der Kirchenkreis ist ja gerade im Malmgebiet auch sehr akrarisch sehr ländlich geprägt in vielen Dingen vielleicht auch abgehängt.
00:21:00: Und wer geht dort mal hin und sagt Mensch tu bist mir wichtig und zwar nicht erst wenn du das und dass so siehst wie ich sondern als mensch und ich finde da haben wir schon eine Lücke auch als kirche.
00:21:10: Jetzt speist mich ja quasi der Algorithmus auf Instagram gerne mit kirchlichen Themen und es gibt ganz viele Pastorinnen und Pastoren, die neuerdings Instagram für sich entdeckt.
00:21:23: Gerne mit Wischkacheln und schlagkräftigen Überschriften Und oftmals ist natürlich auch die AfD und die Haltung der AfD zur Kirche oder andersrum ein Riesenthema.
00:21:36: und das was du sagst, dass es eben differenziert werden muss kommt in meiner Wahrnehmung da sehr häufig zu kurz.
00:21:44: Und ich bin mir nicht ganz sicher von wem das Zitat war aber ich meine es war der anatolische Schwabe!
00:21:52: Der einst mal gesagt hat und ich hoffe das ist... Ich müsste es recherchieren.
00:21:56: vielleicht schreibe ich dann in die Show Notes.
00:21:57: Aber eine gute Diskussion fängt damit an Dass man davon ausgeht, dass der andere vielleicht recht haben könnte.
00:22:06: Und das fand ich ein so gutes Zitat, dass ich mir das dann zu eigen gemacht habe und mir diese Frage auch bei solchen Mediendiskussionen wirklich sehr häufig stellen.
00:22:16: Das was du beschreibst, dass man schnell in einem schwarz-weiß Denken ist die alle für doof hält.
00:22:22: Das findet da sehr sehr häufig statt und das ist natürlich überproportional laut.
00:22:28: vor allen Dingen also.
00:22:29: Deshalb hat mich das gefreut, was du gesagt hast.
00:22:32: Weil ich sehe das ähnlich... Ich glaube man müsste viel mehr in die Diskussion kommen und wenn man das macht landet man aber dann ganz schnell bei der Aussage des Toleranzparadoxons.
00:22:45: Ich weiß nicht ob dir der Begriff ist.
00:22:46: Ist sie das?
00:22:47: Ja genau dass man ja mit denen ich reden darf weil man würde es ja dadurch nur befeuern und eine Plattform geben.
00:22:52: und überhaupt wer die Menschen würde oder die Nächstenliebe ablehnt, der seit der Diskussion ja grundsätzlich gar nicht würdig.
00:23:03: Ich hoffe das habe ich jetzt so richtig zusammengefasst.
00:23:05: es geht zurück auf einen Philosophen dessen Namen ich jetzt vergessen hab aber tatsächlich teile ich auch diese Meinung nicht weil dadurch ist Demokratie fast nicht mehr möglich.
00:23:17: Das hat eine Grundsätze, die herausfordern und sagen, ob nicht unsere Demokratie in dem sie auch die Frage rund um AfD-Verbot ja oder nein sich selbst abschafft wenn Sie nicht das Verbot durchsetzt.
00:23:30: Also ich kann doch nicht jemand Raum geben der am eigenen Stuhl sägt.
00:23:34: Und es ist natürlich für mich sehr komplexe Diskussion auf die ich jetzt auch erst mal so schnell keine Antwort habe.
00:23:40: Natürlich... Auf der einen Seite habe ich natürlich verbieten Aber ich finde gut, dass in unserer Bundesrepublik Partei-Verbotsverfahren sehr hochgehängt sind.
00:23:52: Denn der Schutz, der mir gilt, der gilt auch erst mal anderen.
00:23:57: und das habe ich im Gespräch mit einem Journalisten gelernt.
00:24:01: Der hat gesagt Mensch wie kommt es eigentlich zu unserer Demokratie so wenig zutrauen?
00:24:07: Also braucht die mich als Einzelner um sie zu schützen, kann sie nicht auch sich selbst schützen.
00:24:12: Habe ich jetzt auch keine so Antwort drauf?
00:24:14: Ich stelle nur fest Angst ist immer für mich in dem Zusammenhang kein guter Ratgeber sondern und das gibt es bestimmt Vertreterinnen und Vertretern der AfD und grundsätzlich Aussagen wo ich wirklich sage dass es nicht vereinbar mit unserem Grundgesetz und auch mit dem wie was ich mir für unser Land wünsche Also was mit Ursachen Wirkung ist, ob das nicht von manchen der AfD auch vertauscht wird.
00:24:45: Aber gleichsam zu sagen dieses podemisierende und vereinfahrende Drauftreschen des Was soll es bringen?
00:24:56: Ich finde, Mama ist aber die Kunst... den Mund zu halten, beziehungsweise wer geht aktiv drauf zu und sagt Mensch ich muss noch nicht mal eine Lösung haben.
00:25:04: Aber meinen Satz ist immer was kann ich von dir lernen?
00:25:07: Und das ist... Ich kann es auch nicht immer gut!
00:25:11: Und dann zu hören was es steckt eigentlich dahinter an.
00:25:14: und mein Lernfeld war tatsächlich da Süllfeld.
00:25:16: Da gab es ja auch Übergriffe von drei Jugendlichen denen man die dem Neonazimilionar standen, die hatten ja auch Ortsbewohnerinnen auch verprügelt oder angegangen.
00:25:32: Und da entstand ja auch Diskussion und die Angst im Ort, und dann war er eintreffen mit ... Das hat sich über Social Media ergeben, über Facebook waren das damals noch!
00:25:45: Und der schrieb mich nur, ich dachte erst Mensch warum soll ich mit ihm schreiben?
00:25:48: Die haben sich so... Blöd hier verhalten, auch mir gegenüber.
00:25:53: Und dann mal zuhören der singt auch sein Kind an Abends Schlafliede.
00:25:56: Der möchte auch das seine Kinder in Frieden groß werden und er hat auch Angst vor dies und jeden Dingen.
00:26:01: seine Lösungen oder seine Schlussfolgung.
00:26:03: Warum er dem Neonazi-Milieu angehört?
00:26:07: Das ist eine andere als die ich gewählt habe.
00:26:09: für mich ist der Glaube ein Umgang und erstmal wartet um die Grundanliegen.
00:26:15: Da waren wir sogar identisch.
00:26:16: Und er sagt, Mensch ich habe damals ja auch gut gepoltert und ich stehe auch dazu.
00:26:21: und da hat er mir erzählt was es mit ihm macht.
00:26:23: Er sagt das tränkt mich noch mehr in der Ecke rein als blöd und so.
00:26:30: Ich hab da jetzt auch nicht die Lösung zu sagen weil die Konsequenz nur beliebig ist.
00:26:35: Ist vielleicht daran auch schwierig Was ich für mich, kann nicht für die anderen.
00:26:41: Ich kann nur für mich sprechen glaube auch wieder lernen müssen ist auch gerade so im nach Corona erleben und auch mit diesem ganzen Digitalen, dieses Analoge sich zumuten.
00:26:53: Ohne das... Und ich finde es auch eine akademische Überheblichkeit zu wissen was ein Mensch der irgendwo in den Wilsermarsch lebt, was er jetzt so glauben und so wählen hätte.
00:27:03: Ich weiß gar nicht wie das ist als Landwirt da mit dem Milchpreisen so recht zu kommen oder andere Dinge.
00:27:09: Gleichsam, dass die Kirche vielleicht Mama Steig Bügelhalterin ist von Ja, den etablierten Parteien und da könnten man möglicherweise manchmal auch kritisch sind.
00:27:21: Also ich möchte AfD und auch das was Mama vom Lied wird nicht verharmlosen.
00:27:25: nur ich bleibe dir wirklich dafür zu differenzieren und vor allem miteinander zu reden um diese Wischkacheln.
00:27:31: und ist alles auch schön und gut.
00:27:34: Ich kenne es in EZO auch.
00:27:35: Ich werde gesagt sie als Probs auch mit diesem Druckbrief Sie müssen doch dagegen sein!
00:27:40: Und dann sehen Sie enttäuscht wenn ich differenziert antworte.
00:27:43: und dann werde ich gefragt naja Ja, das kriege ich wie die Typische Wischi Waschi und so.
00:27:49: Und sag' ich vielleicht ist es so!
00:27:51: Aber der Preis nur auf die einen oder in den anderen drauf zu dreschen... Also mein Job ist doch auch als Bürger zur Mahnungsbildung beizutragen.
00:28:03: Da würde ich sogar umgekehrt sagen selbst wenn AfD-Vertreterinnen so sprechen aber ich nicht.
00:28:09: Ich kann mich mit denen... also das geht nicht.
00:28:12: Und ich glaube wir werden da den längeren Atem haben.
00:28:19: Ich habe da einen Zitat gefunden.
00:28:21: Das hat mich beschäftigt, das ist von Hans Michael Heinig und das lautet wie folgt die evangelische Kirche habe sich als Motor der kulturellen Modernisierung gesehen sagt Heinig.
00:28:34: dabei haben sie vielleicht in der Debatte über die Einwanderungs- und Migrationspolitik Diskussionsräume verengt.
00:28:41: Er wolle eine selbstkritische Reflektion anregen, ob dies nicht ein Versäumnis der evangelischen Kirche sei.
00:28:47: Sie wäre möglicherweise besser gefahren wenn sie nicht rasistische Migrations- und Integrationspolitische Kontroversen stärker ermöglicht hätte und nicht primär als profitierter politischer Akteur in Erscheinung getreten
00:29:01: wäre.".
00:29:03: Ich musste bei diesem Zitat ein paar Mal schlucken und habe aber auch darüber nachgedacht Wie viel haben wir als Kirche dazu beigetragen, dass die Situation vielleicht so ist wie sie ist?
00:29:16: Weil das was du beschreibst aus Südfeld ja je mehr er gepoltert hat, dass zum Meer war ich ja im Zugzwang dagegen zu halten.
00:29:26: Das ist ja auch gerade bei Social Media sehr verspitzt das was man da in den Diskussionsforen oder in den Kommentaren darunter oftmals wahrnimmt.
00:29:35: Da geht es oft eben nicht mehr um die Sache beziehungsweise die sachliche Diskussion, sondern ja oftmals wirklich nur noch um die eigene persönliche Meinung und man gibt kein Zentimeter nach.
00:29:51: Und das spiegelt sich für mich in diesen Zitaten stückweit wieder als Kritik und vielleicht müssen wir auch kritisch unsere Rolle Naja, regionaler Akteur als Kirchengemeinde dahinter fragen.
00:30:08: Wie gehen wir in politische Räume?
00:30:10: Wie gehen wie mit der Politik vor Ort um und wann machen wir unser Kreuz gerade und sagen das widerspricht unseren christlichen Werten?
00:30:19: Das ist eine gute Frage.
00:30:20: also ich erlebe ganz häufig sozusagen im Diskurs dass er mir auch sagt Mensch so dieses Begriff ihr als kriege es halt auch links versifft sozusagen und ihr kümmert euch um Klimapolitik und um das Schiff, dass ihr im Mittelmeer Flüchtlinge rettet.
00:30:39: Und Gender aber um Jesus Christus und die Leute, die hier leben kümmern euch nicht.
00:30:48: und da gilt natürlich auch so ich sage lieber Leute dann kennt ihr die Kirche nicht.
00:30:51: also Das ist, lasse ich aber meine Kirche auch nicht sagen.
00:30:54: Wir arbeiten ja sehr differenziert mit den Stellen, ob das jetzt hier in Horst ist oder so und zu gucken, für möglichst viele auch da zu sein.
00:31:05: So natürlich ist ein Aspekt auch mal die grundsätzliche Frage darf Kirche politisch sein?
00:31:11: Und was heißt eigentlich Kirche?
00:31:12: Was heißt politisch so?
00:31:14: Und ich nehme natürlich schon war dass man gerade mit Blick auf Rescue United, das Schiff, dass auch die EKD mit finanziert hat.
00:31:24: Da hat bei mir auch ganz viel Kritik gehagelt also die bei mir abgeladen wurde.
00:31:30: aber da muss ich auch grundsätzlich sagen... da hat man die Kirche halt nur sehr einseitig wahrgenommen und auch gesagt, ihr seid doch für vegane Sachen.
00:31:39: oder denke ich von welcher Kirche redet ihr eigentlich?
00:31:41: Also da erwarte ich von den Leuten auch ein differenziertes Bild.
00:31:44: Gleichsam ist natürlich, nämlich war das Bild was Kirchen der Öffentlichkeit hat eben auch so wie es ist und dann kann er nur auf mich gucken zu gucken, wie näher ich dieses Bild mit welchen Äußerungen, wo trete ich in Erscheinung, wo nicht... Was bedeutet das eigentlich unser Kern?
00:32:06: Bei diesem Zitat das stimm ich zu, Diskussionsräume verengt beziehungsweise möglicherweise auch gar nicht geschaffen.
00:32:13: Jetzt gibt es ja die Kirche an für sich nichts sondern Kirche sind bisher du bin ich was wir machen oder hier vor Ort und ich erlebe es auch schon dass es Mama auch Kirche gar nicht ermöglicht
00:32:24: wird.
00:32:26: Und die große Kunst ist aber diesen Räumen genau sie zu schaffen und dann auch finde tatsächlich zuhören Echt schwer.
00:32:34: Also nicht gleich jemand in eine Schublade zu stecken und richtig ist natürlich zu sagen Stichwort Migrationspolitik, das bewegt uns alle irgendwie wo ich natürlich auch mit Blick auf das Programm der AfD oder das was sie auch äußern immer denkt liebe Leute.
00:32:52: also in einer freiheitlichen Demokratie kann jeder über das sprechen was ihm am wichtigsten scheint.
00:32:57: es wirklich das top Thema.
00:32:59: Also ich überlege, wenn wir keine Migrationen mehr hätten ist dann alles andere gelöst.
00:33:02: Ich würde sagen
00:33:02: nein
00:33:03: und da wird Ursachen Wirkung auch mal verwechselt und ich finde auch instrumentalisiert.
00:33:08: gleichsam erlebe ich auch Menschen die zu mir sagen Mensch her
00:33:11: Paar
00:33:13: Ich fühle mich in ihr Zuhoh nicht mehr wohl, aber ich darf das nirgend sagen.
00:33:16: Weil sonst bin ich gleich vielleicht auch jemand von der AfD oder rechts?
00:33:21: Ich habe gar nichts gegen Migration!
00:33:23: Ich stelle nur fest irgendwas stimmt da nicht.
00:33:25: und ich merke was ganz ähnlich ist im Umgang mit dem Islam zum Beispiel ein Thema wo man rum eiert weil man möchte ihn nicht so sein aber nicht so aber irgendwie diese nebelöse Angst Und das ist gar nicht so ganz häufig, merke ich auch bei mir selbst.
00:33:43: Dass man Ängste oder Fragen einfach verbalisiert und ich würde schon sagen dass es Linien gibt für mich wo ich sage für mich steht unser Grundgesetz über allem und wer dieses Grundgesetz nicht respektiert und lebt der kann hier nichts sein und es gilt für alle also auch ein Prüfstand für mich als Kirche.
00:34:06: Wenn es Strömungen gibt in meiner Kirche, die sagen, die Würde von Mann und Frau, die würde des Menschen ist aus biblischen Gründen gilt nur für den und dem Bereich.
00:34:18: Dann würde ich sagen das geht nicht.
00:34:19: Also das ist für mich wirklich über allem unser christliches Erbe, das ist humanistische Erbe.
00:34:28: Und da merke schon, da haben wir Räume moralisch aufgeladen was es Menschen schwer macht zu äußern also wo sie Ängste haben oder andere Ansichten haben, weil wir gesagt haben das ist böse.
00:34:41: Und da haben wir nicht nur Räume verengt sondern wir haben es ja auch gar nicht ermöglicht.
00:34:46: und dann ist die Frage Wo sprechen die Leute das aus?
00:34:50: Wie gesagt nicht alles finde ich nicht alles was man denkt davon auch sagen.
00:34:54: da geht's für mich schon auch Grenzen.
00:34:55: aber erst mal zu sagen Ich habe mit oder Klimawandel oder was auch immer ich muss es sagen dürfen Möchte ich eine Paste oder Pasturen mit Christen auch Menschen haben, der sagt du erläute mir das mal dass wir da in die Bewegung reinkommen.
00:35:11: Denn ich überlege auch wohin wollen wir eigentlich gehen wenn ich sage für mich ist unser Grundgesetz und die Demokratie einfach was tolles?
00:35:20: Und ich möchte den Menschen die Bewegungen mit hineinehmen zu sagen kommt macht mit Ihr seid der Staat.
00:35:26: Und die Bewegung schaffe ich nicht, indem ich sage ihr seid blöd, ihr seid Nazis und das dürfte nicht sondern in dem ich sie mitnehme und es vorlebe dass es ein angstvoller Raum ist.
00:35:37: und deswegen hier... Ich weiss jetzt nicht würde nicht so weit gehen hier mit Heinig zu sagen dass wir als evangelische Kirche möglicherweise mit Schuld und Versorgung sind.
00:35:52: Wir partizipieren ja an der gesamten Gesellschaft, die Entwicklung.
00:35:56: Ich überlege ob wenn ich im Bipschen bin auch hätten noch mal eher Sauerteig oder Salz sein können eben jetzt anders machen.
00:36:02: Andere Räume öffnen wo wir nicht schon von vornherein sagen du bist gut und du bist böse, du bist richtig und du bis falsch?
00:36:09: da würde ich ihm schon zustimmen.
00:36:11: Wobei wird die Chance her?
00:36:13: grundsätzlich jeden Tag.
00:36:14: Auf
00:36:14: jeden, absolut!
00:36:16: Gott sei Dank.
00:36:18: und das bringt mich zu einem Thema dass dich ja sehr persönlich auch betroffen hast.
00:36:23: Du hast schon ein bisschen aus Hülfeld erzählt aber es gab einen Vorfall der ich glaube sogar deutschlandweit für sehr viel aufsehen oder sehr viele Aufsehen erregt hat.
00:36:37: Das war ein Droh-Brief.
00:36:39: Jetzt weiß ich nicht also magst du dazu was sagen?
00:36:41: Ja kann ich
00:36:42: machen.
00:36:43: Also das war ja sozusagen Anfang... ...zwartausendfünfundzwanzig hatte ich Post im Briefkasten.
00:36:53: Und hier erinnere mich noch, ich gehe in mein Büro gemeinsam mit meinem Mann macht ihn auf und sehe schon oben der Pranktes AfD-Logo.
00:37:03: Und dann wird da eben Bezug genommen auf mich mit Blick auf meine Äußerungen... ...mit Blick auf Migrationspolitik unter anderem Und auch Umgang mit homosexuellen Lebensform.
00:37:18: Oder im Stichwort Droh brieft er dann auch veröffentlicht, oder wir haben es selbst veröffentlich, wo man eben sagt, wir wissen, wo du wohnst und zu gucken, Mensch ich soll aber von diesen Äußerungen ablassen, sonst würden dann Folgen kommen.
00:37:37: Mein Mann hat den Brief dann auch auf Social Media veröffentlicht und es hatte eine Welle gestragen, weil wir auch gesagt
00:37:43: haben,
00:37:43: genau.
00:37:44: Also Angst, dass er in die Öffentlichkeit gehen.
00:37:48: Der Bundesgeschäft zu der AfD hat ja auch reagiert und sich davon distanziert und gesagt das ist damit ein wenig zu tun.
00:37:54: Es wurde ja auch in der Vereinigung der Landwirte zitiert oder Sturmfront also so... Die haben sich ordentlich davon distanziert.
00:38:05: Die Ermittlung der Staatsanwaltschaft hat auch ergeben, dass man den Urheber nicht finden kann.
00:38:13: Und wir haben dann auch reagiert zu sagen so also uns bestimmt auch nicht die Angst sondern Genau was ist unser Ziel nämlich das wir so zusammenleben dass sowas weder möglich noch nötig ist.
00:38:28: Also welche Art von Zusammenleben wollen wir?
00:38:30: Und es gilt da für uns alle.
00:38:32: und natürlich, gleichsam hat das ein Briefkasten und denkt okay der hat doch jemand so dein Privatbereich weil ich dort auch wohne direkt berührt.
00:38:42: und was ja grundsätzlich schlimm finde sind anonyme Briefe.
00:38:46: also ich find dass es einfach Man kann mit mir reden, aber Feige ist auch so machtlos.
00:38:53: Andere haben ja auch das ähnliche Brief bekommen und sagen, man kann uns spekulieren wer da sozusagen dahinter steckt.
00:39:02: was allerdings gut war dass die Werde der Solidarität dann sich nicht nur auf uns als Ehepaar gemünzt hat sondern noch mal sehr viel stark auf wie wollen wir hier zusammen leben?
00:39:13: Und zu sagen es soll da kein Raum sein Und das, wiederum fahre ich dann einfach auch was sehr Gutes zu sagen.
00:39:22: Nicht die Angst bestimmt uns sondern die Freude an dem Zusammensein und da einen guten Weg zu
00:39:27: finden.".
00:39:27: Ich habe das ein bisschen mitverfolgt weil wir kennen uns so.
00:39:31: natürlich verfolgt man das dann auch?
00:39:34: Ich hatte ja dann auch geschrieben und mir ist ein Zitat nochmal über den Weg gelaufen von dir.
00:39:39: Ich hoffe dass das so richtig ist.
00:39:42: Das was ihr hier im Brief schreibt nicht Teil einer Lösung sondern das Problem.
00:39:49: Und ich fand es so schön, weil es ein sehr knackiger Satz ist der aber ja so viel Spielraum für Differenzierung eben aufmacht.
00:39:58: Du hättest ja in diesem Augenblick auch wirklich mit Fug und Recht die Partei einmal medial auf links ziehen können.
00:40:10: Das ist den ja auch klar.
00:40:11: sie haben dann letztlich Aussicht davon distanziert und reagiert, aber das hast du nicht gemacht.
00:40:17: Du hast einen sehr differenzierten Umgang damit gewählt.
00:40:20: und war das der erste Impuls?
00:40:25: Habe ich mich damals schon
00:40:26: gefragt
00:40:27: oder hast du gesagt ne also was war der Impulz?
00:40:34: Warst du das als Stefan Paar oder warst du dass als Probst in deinem Amt?
00:40:41: Also ich sag mal so, die erste Reaktion ist natürlich wenn man in den Brief kommt.
00:40:45: Wir standen da als eine Sprachlosigkeit und zu sagen was machen wir damit?
00:40:51: Was ist jetzt der Phase sozusagen zwischen im Müllammerwerf nicht überreden oder gehen wir zur Polizei oder so?
00:41:01: Als ich sage mal so Ich habe das schon sehr als Stefan Paar agiert um nochmal zu sagen also Ich bin keine, der so auf seinen Titel oder sein Amt so großen Wert in dem Sinne drauflegt.
00:41:13: Ich bin wichtig als andere und gleichsam hat man doch auch eine Vorbildrolle Und da kommt er probst mit den Spiel zu sagen So dass sowas passiert Dagegen ist keiner gefeiert die Dinge im Leben sind wie sie sind.
00:41:24: Wir werden angegangen.
00:41:25: aber dann ist die Frage Wie gehe ich damit um?
00:41:28: Und natürlich gibt es auch den Impuls jetzt Zieh mal vom Leder ihr von der AfD und ihr von einer Bauenschaft.
00:41:36: was ich immer mal sagen wollte Gleichsam war uns natürlich auch schon klar, nur weil der Logo draufbrankt.
00:41:42: Wir können ja nicht nachweisen dass es tatsächlich von der AfD also kann er jemand benutzt haben.
00:41:47: und gleich das machen wir nicht sondern nochmal differenziert angstfrei und ein bisschen wegweisend.
00:41:53: worum geht's hier eigentlich?
00:41:54: Und ich finde tatsächlich immer auch oder nicht immer aber häufig doch die Frage ob wir nicht Ursache und Wirkung Lösungen und Problemen auf die Dinge nicht vertauscht werden und da noch mal genau hin zu gucken Und so sagen das, was dieser Brief will.
00:42:10: Jemanden Mundtrot machen zum Beispiel oder war ja auch intendiert.
00:42:15: ich sage nichts mehr zu Flüchtlingen und Klima und und und.
00:42:20: Was ich daneben bei gesagt ist auch nicht jeden Tag irgendwie mache aber egal.
00:42:23: So sagen das ist nicht ... Das will keiner!
00:42:28: Das ist nicht gut.
00:42:30: Und ich finde es ist im Auslandugend anständig
00:42:32: bleiben.
00:42:33: Ich finde schon auch Bei der gegenwärtigen Politik, bei manchen zumindest.
00:42:38: Auch im Wahlkampf der Anstand leidet gehöre ich und ich überlege halt immer was soll ich als Bürger davon lernen?
00:42:45: Also dass mein Streitet, wenn ich so Französisch raus und diese Videos da angucke die haben noch ganz andere Worte in den Mund genommen und trotzdem waren die anständige weil es auf einer gewissen Sache eben auch blieb Und deswegen war mir so wichtig so zu reagieren und auch in allen was dann kam Also klar zu zeigen, ich gehe da nicht einfach drüber hinweg.
00:43:06: Das macht was mit mir und gleichsam zu sagen Menschen gibt es einen Weg damit und für was stehe ich ein?
00:43:13: Und da auch noch mal so einen Dialog vorum zu schaffen und das war gut.
00:43:17: Natürlich kann ganz viel gesagt Mensch wir haben da Mitleid und was können wir tun?
00:43:20: und kommen wir machen dies und gehen es.
00:43:22: Es gab auch solche die aus dem Raum der AfD würde ich jetzt mal sagen Wählerinnen die sich auch da distanziert und sagen, Mensch wir wählen diese Partei aber das finden wir nicht gut.
00:43:35: Und damit kann ich gut umgehen.
00:43:36: Das fand ich gut so weil was ich hier nicht machen wollte ist mich vor den Karren spannen lassen und sag sorry jetzt ziehen wir zu Fede.
00:43:46: Weil ich sage dass was trägt es aus?
00:43:49: Und da nochmal gut hinzugucken.
00:43:51: Also eine spannende Zeit hat er viel mediale Aufmerksamkeit auf sich gezogen und ich werde immer noch mal wieder gefragt Und es ist gut, das würde ich immer dann so sagen.
00:44:00: Ja den gab es!
00:44:02: Man darf auch Angst haben und ich finde... Das ist ja auch so ein Zug der Zeit.
00:44:08: also was unsere Welt unserer Gesellschaft braucht sind freie Menschen die mutig das machen, für dass sie eintreten.
00:44:15: Und also mutig nicht nur Hauptsache ich komme zur Geltung sondern das was ja auch christliche Nächsten lieber mein der nächsten lieb also Gott lieben den Nächsen wie sich selbst und diese feine Grenzen auch zu erkennen.
00:44:25: Ich bin nicht Gott!
00:44:26: Ich bin aber nicht der nächste.
00:44:28: da gibt es eine Grenze und deswegen auch nicht nur und auch da auch das ist ja so ein Punkt in der Diskussion mit AfD so dieses nationalistische nur wir und alles.
00:44:38: ich finde das ist nicht die Lösung.
00:44:41: Ich finde, dass die Ursache dessen.
00:44:43: Dieser Rückzug auf nur dann bestehen wir – das ist sehr kurz gedacht!
00:44:48: Also da im gutes Gespräch zu kommen und deswegen in Solidarität auch das Wasser du geschrieben hattest und anderes wertvoll zu merken.
00:44:58: Wir alle lieben miteinander unser Land, unsere Demokratie.
00:45:01: Wir wollen es auch noch bewahren für die, die nach uns kommen.
00:45:04: Und deswegen bitte nicht falsch abbiegen.
00:45:08: Also an der Stelle möchte ich es nicht versäumen einmal zu sagen, das habe ich damals schon gedacht.
00:45:12: Ich finde es wirklich mutig und bewundere dich dafür dass du eine klare Haltung in klaren Wertekompass an der stelle hast und sagst nee ich gehe das mal so an und ich hab ne klare Vorstellung wie ich damit umgehe.
00:45:26: Das ist mir damals schon aufgefallen weil ich glaube das hatte abgenommen.
00:45:31: also zumindest in meiner Wahrnehmung Das finde ich schön.
00:45:34: Und ein letztes Thema habe ich, und dann sind wir auch schon ... Ich könnte ewig
00:45:38: mit dir machen.
00:45:38: Ich stelle das mir
00:45:39: echt leid.
00:45:40: Aber ich hätte noch mal einen Zitat!
00:45:43: Ja?
00:45:45: Es ist von Keim Geringeren als dem früheren Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble, der schrieb anlässlich des Reformationsjubiliums, es sei wichtig dass die Kirchen sich mit ihren Werten in die Gesellschaft einbringen.
00:46:01: Aber um politisch zu sein, müsse Religion erst einmal Religion sein.
00:46:06: Er habe manchmal den Eindruck es gehe in der evangelischen Kirche primär und Politik als seinen politische Überzeugungen ein fester Bestand, ein festes Band als der gemeinsame Glaube.
00:46:19: Die Evangelische Kirche hat in ihrer Demokratiedenkschrift klargestellt dass die Kirche nicht über höhere Erkenntnisse verfügt welche konkreten politischen Mittel richtig sind.
00:46:34: Jetzt habe ich aber auch so manchen Kirchentag in Erinnerung und auch das, was Zeitungen titelten – du hast es vorhin schon angesprochen, links grün versifft, glaube ich war der Wort laut?
00:46:49: Ich halte ja auch von der Formulierung herzlich wenig!
00:46:54: Aber man kann ja schlecht leugnen, dass Kirchentage oftmals zumindest in der äußeren Wahrnehmung politisch sehr aufgeladen sind.
00:47:04: Wobei mir auch klar ist das ein Poli-, also dass ein Kirchentalg mehr als was politisch als Überschriften in den Headlines getitelt wird gibt es da auch in vier Tagen oder vierenhalb Tage mehr Strömungen als das, was dann wahrgenommen wurde?
00:47:19: Beim letzten Mal in Nürnberg habe ich mir die Rede auch von Markus Söder dazu angehört, die da, die ich übrigens sehr gut fand.
00:47:29: Und ich glaube das letzte mal in der Diskussion darf Kirche Politik war das auch bei Julia Glückner, die ja da
00:47:35: auch
00:47:38: sehr deutliche Worte gefunden hat.
00:47:39: und da interessiert mich natürlich Mensch, dürfen die das?
00:47:44: Dürfen wir als Kirche überhaupt so politisch zu sein und verfolgen?
00:47:47: wie eine Agenda gibt es überhaupt?
00:47:49: Gibt's eine Agender?
00:47:50: Eine Politische?
00:47:51: Nein.
00:47:53: Und gleichzeitig ist eines der Probleme man sagt ja immer DIE Kirche aber das was du auch sagst Kirche sind wir alle und es ist viel kleinteiliger als man immer glaubt vor allem die evangelische Kirche.
00:48:07: Jedes ist ein Einzelkunstwerk jede Gemeinde für sich.
00:48:13: Da die Frage jetzt, an dich als Probst.
00:48:15: Wie politisch dürfen wir sein?
00:48:17: Sollen wir so politisch sein?
00:48:18: oder hat Wolfgang Schäuble recht mit der verkürzten Aussage wenn man das hierzu verkürzer stellt kümmer doch euch erstmal um euren Glauben.
00:48:28: Ja also ist auch wieder eine komplexe Frage und doch ganz einfach.
00:48:34: Also auch mal über die Frage, damit zusammenhängt.
00:48:37: Was ist eigentlich politischer in Politik machen?
00:48:40: Da würde die Kirche auch ich immer sagen im Sinne von Parteipolitik natürlich nicht.
00:48:44: Es gab bei den Zeiten wo der Kirch auch Sonntags gesagt hat wer zu wählen ist.
00:48:49: Die Partei mit dem C zum Beispiel Aber bloß nicht die SPD und die Grünen.
00:48:54: Das gab's?
00:48:55: Also so wurde das dann immer korportiert, also ich kenne schon auch Zeit in meiner Jugend wo man da war natürlich alles was links war um SPD, Grün, Kommunisten auf Verdächtig sagen für die christlichen Werte tritt eben vor allem die CDU ein.
00:49:12: zum Beispiel Jetzt ist die Evangelische Kirche per se erstmal von ihrer Geschichte hier in vielen Teilen mit der Arbeitsschicht verbunden gewesen.
00:49:27: Ich kann das natürlich jetzt auch nicht so pauschal und korrekt wiedergeben, also ich würde für mich auch immer sagen Parteipolitik zu meinen wir wüssten es besser nie um Nimmer denn erstmal ist nicht unser Job.
00:49:40: und zum zweiten ist die Politik so komplex.
00:49:42: nur mal zu sagen wir müssten dies oder jenes tun das finde Das könnte ich nicht mittragen.
00:49:50: Ich überleg's mir auch selbst, wenn ich predige!
00:49:53: Was sage' ich?
00:49:54: Und
00:49:55: mal... also ich finde es viel zu billig nur zur Zeuge, wenn man jetzt sagt als Äußerung wir müssen unser Klima mehr schützen.
00:50:02: Was mit was...?
00:50:04: Also die Aussage ist korrekt.
00:50:07: Nur diese Aussage so getroffen, was soll der höherem Gottesdienst damit anfangen?
00:50:11: Da sagt man ja das ist schon so als bewegt niemand.
00:50:14: Sondern mein Job ist ja ich möchte den Leuten ein Handwerkszeug mit an die Hand geben zu einen inneren Kompass, damit sie selbst für sich entscheiden können, was mache ich und wie ordentlich die Dinge eigentlich da kommen zwischen richtig und falsch Freiheit und Verantwortung und nur vorzukauen.
00:50:34: Das finde Also, das steht uns nicht an.
00:50:39: Und man wirft uns ja auch als gerade der Evangelische Kirche das vor weil scheinbar so Themen wie wie vorhin schon gesagt Gender, Klima und immer so oben dran sind.
00:50:53: ich kriege es auch mit somit unser Ekalirasvorsitzenden Christen Feers.
00:50:56: da wird natürlich nur diskitiert was irgendwie ins Narrativ passt.
00:51:01: Ich krieg's auch mit wenn Journalisten im Gottesdienst sitzen Ich predige.
00:51:08: Ich lese meistens ganz ähnliche Sätze, wie Herr Brubs Paar legt der Wert auf, dass wir alle im Frieden leben anderes.
00:51:14: Solche Sätze wie über Jesus Christus das er mit mir in eine Bewegung oder Beziehung rein möchte kann man wahrscheinlich auch schlecht journalistisch verarbeiten und deswegen kommt die Verkürzung zustande.
00:51:28: Deswegen würde ich sagen wir sind Teil der Gesellschaft als Kirche und unser Job ist die Menschen stark zu machen in Glauben zu leben und die Verantwortung als Mensch und auch als Bürger-Bürgen wahrzunehmen.
00:51:41: Und gleichsam, natürlich ich würde mir auch nicht den Mund verbieten lassen, wenn ich jetzt feststelle da passiert Müll.
00:51:48: Dann werde ich als Bürger, als Christenmensch auch immer sagen das gefällt mich nicht.
00:51:53: oder worauf bitte achtet darauf zum Beispiel, wenn es gesund, rettete, fromm und anderes.
00:51:58: aber ich sag haben wir's auch wirklich verstanden?
00:52:02: denn zum Beispiel noch jemand, ich bete auch für unsere Politikerinnen und Politiker ist ein schwerer Job.
00:52:07: Die Welt ist so komplex und nur immer zu Mosan finde ich... also auch schwierig!
00:52:15: Deswegen mein Wunsch ist sozusagen an meine Kirche und auch an mich selbst dass wir nie aufhören die Dinge zu benennen, die wir für Schwiche
00:52:26: achten
00:52:27: und gleichsam aber das nicht absolutistisch machen, sondern auch das im Dialog mit den Leuten entstehen lassen.
00:52:37: Und dass wir versuchen alles zu vermeiden was vereinfachend ist.
00:52:41: und vielleicht – und das ist eben auch meine Anfrage da bin ich schon mal sehr verwundert – die Politik macht etwas und dann kommt schon eine halbe Stunde ins Statement wo ich sage wie kann es sein?
00:52:53: Warum müssen Wenn wir es denn sind, die ersten sein erst mal durchkauen lassen.
00:52:59: Uns fragt erstmal keiner Sondern dann so gucken auf welche Ebene wird das auch beantwortet?
00:53:05: und Und dann schließe ich sozusagen mit Blick auf deine Frage Als sich ausgebildet wurde als wika da guckt man ja an wie predigt man zum Beispiel.
00:53:15: Und natürlich gibt's in Gedanken wo meistens als junger vikas sagt oh Mensch das wollen die Leute hören.
00:53:21: und Ich finde Mir ist es immer wichtig gewesen, dass der Gottesdienst nichts anderes ist als die Menschen, die da kommen im Glauben zu stärken und zu ermutigen oder zu erfreuen.
00:53:34: Man muss sogar zu verstören, neugierig zu machen!
00:53:37: Und wenn ich dann nur das wiederhole was in der ganzen Woche im Fernsehen kommt... ...dann finde ich es in dem Thema vorbei.
00:53:45: Und dann noch so typisch passelert immer noch mal was?
00:53:48: Denn Ich mute mein... Gestehe meinen Leuten zu meinen Anfangszeichen.
00:53:54: Sie gehen aus dem Gottesdienst raus und Herr Paar hat nicht immer gesagt, Klimawandel ist so und Migrationspolitik ist so, sondern die haben eine Frage mitgenommen, der sie selbst diese Fragen beantworten.
00:54:06: Die brauchen kein Pastor, der ihnen das vorkaut.
00:54:08: aber was sie brauchen ist möglicherweise so ne innere geistige Haltung vor allem umgang mit sich selbst mit den eigenen Ängsten wie so ein Kompass um selbst entscheiden zu können.
00:54:21: Da habe ich ganz großes Vertrauen und deswegen würde ich gerne bei diesem Input mehr arbeiten.
00:54:27: Und mürcherweise müssten wir auch als Kirche mehr auf diese Schaufenster äußern, verzichten, die Medialdauer wieder nur sehr verkürzt werden.
00:54:35: Ja... Und dann höre ich euch auf!
00:54:37: Und natürlich auch Frau Glöckner wünscht, vielleicht tut sie es ja auch in Gottes hinzugehen und wird sie erleben.
00:54:45: Ich war mal ein Kolleginnen und Kollegen selten Politik gemacht.
00:54:48: Das sind einfach ganz Liebe und tolle Leute, die aus ihrem Leben aus der Bibel erzählen.
00:54:53: Das interpretieren... Und so stelle ich mir das auch vor!
00:54:57: Also wir sehen nicht so schlecht wie man auf was gemacht
00:55:00: wird.
00:55:00: So nehme ich das auch wahr.
00:55:02: Ich habe vorhin bei dem Thema EVMG die kale Strömung gesagt, ich komme drauf zurück aber das möchte ich jetzt gar nicht mehr weil ich fand dass was du gerade eben gesagt hast einfach so passend als Abschluss dieser Podcast-Folge Und Evangelikale Strömungen innerhalb der Kirchen, das könnte vielleicht ja nochmal ein ganz eigenes Podcast-Thema sein.
00:55:23: Genau!
00:55:24: In diesem Sinne sage ich an dieser Stelle ganz herzlichen Dank für dieses super schöne Gespräch.
00:55:30: Das war... Man geht immer in so einem Gespräch und in so eine Podcastfolge beschäftigt sich im Vorfeld damit und dann weiß man immer nie, was kommt eigentlich dabei raus.
00:55:43: Im Gespräch!
00:55:44: Das ist das Spannende am Podcast machen und heute hatte ich in dieser Folge sehr viele Aha-Momente und ich hoffe dass es allen da draußen die diesen Podcast hören und diese Folge hören ähnlich geht.
00:55:57: Deshalb möchte ich mich an der Stelle ganz herzlich bei dir lieber Steffen für dieses Podcast Thema den Mut und dieses tolle Gespräch bedanken.
00:56:07: Vielen Dank!
00:56:07: Sehr gerne, ich danke dir und wünsche dir und euch allen Gottes Segen und alles
00:56:11: Gute!
00:56:12: Danke schön!
00:56:12: Und wenn ihr die Folge genauso gefeiert habt wie ich dann hinterlasst einfach mal ein Like oder hört euch die nächsten Folgen an unterstützt uns geht in eure Kirchengemeinde in die Gottesdienste gehört.
00:56:23: das gibt viel zu hören oder wirkt einfach mit weil wir sind nicht die Kirche sondern jede Kirche vor Ort braucht euch.
00:56:33: Und damit schließe ich wirklich, kommt gut durch den Tag.
00:56:37: Durch die Woche und durch das Jahr!
00:56:40: Wir sagen Tschüss!
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